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2024-06-11

Wie gehts dir, stadtwolf - wie gehts euch, ihr stadtbürger namens "Menschen"? - Bleikastel, Mai 2024 -

Wolfs-Pfad in die Stadt, vermauert wie weiland 1961 Berlin, offen für die magdeburgisierenden Schweden, die keinen Drang verspüren, hier einzumarschieren - 

Elsässischer Crémant fließt in Strömen durch die Kastell-City, die seit der letzten Flut nie wieder schläft. Nur ein wenig brauner als sonst gefärbt. Sah man sogar im Fernsehen, live. Ich bin entzückt. Die Katastrophenstadt ist in aller Munde, sprich: in allen sensationsgeilen Köpfen. Jetzt haben wir unsere Helden wie unsere Toten. Aber die gab´s zum Glück nicht. Wir ließen sie eh´ nicht rumliegen.

Aber, ein Glück! Mein Pfad in die Stadt, dieser ausgetretene, altersschwache und nichtsnutzige Holzweg ist verschwunden, meine Fuß- und Fingerabdrücke sind nicht mehr, Gott sei´s gedankt! Endlich, endlich kann ich mich wieder frei bewegen.

Keine Ärzte, keine Ordnung, keine Gesichter, in die ich verlegen machend schauen muss - alle weg. Ich kann treten, hauen, stechen - nach Herzenslust! Es steht mir frei, nach allen Seiten auszuteilen. Und das werde ich geflissentlich und ohne reinen Gewissens tun! Alte Wölfe gehören abgeschossen, was ein altes Jägergesetz ist und welches besagt, dass Ungenutztes oder Unnützes weg kann – für mich gilt das auch!

Also los, liebe Jäger, schießt drauflos, legt auf mich an, macht mir den Garaus! Ich sehe euch, ihr seid es, die ihr mich nicht sehen wollt. So einfach ist das …. Muss ich euch meine Blutspur vor die Nase reiben!?

Zugegeben, eine reichlich seltsame Kolumnenüberschrift, ich hoffe, sie gefällt. Denn wer hierzu „Nein“ sagt ist verdächtig. Und die Jasager? Das sind die – ja, die Jasagenden, die außer einem JA sonstnix zu vernehmen haben, die armseligen Tröpfe.
Aber die Schweiger und Krakeeler, die Zungenbeinlosen und arbeitslosen Trinker der saarländischen Lufthohlheiten, denen gehört mein Kolumnenherz. Die dürfen an meinem Tisch sitzen.

Zu denen setze ich mich gerne. Falls sie mich überhaupt sehen ….! Denen höre ich geduldig beim Schweigen und Kopfnicken zu, sie verdienen meine volle Aufmerksamkeit. Stecken sie denn nicht voller kritischer, selbstkritischer und vorverurteilender Ideen, die keinen interessieren, der über einen wohlwollenden knallkopfsachsenmuttersöhnchen-ähnlichen Verstand verfügt? Gleiches gesellt sich gern zu Gleichem, will ich mal sagen.

Das will gerne ich sein: Stadtwolf, Citywoof, Pferdehuf an jeder kriecherisch-spießigen Krämerseele haftend, die je das Licht dieses blühenden, leuchtenden Ländchens je erblickte.

Da ich keinerlei menschliche Götter anbete – da sie allesamt unmenschlich ihre Gläubigen erziehen und beeinflussen – kann ich ebenso wenig fluchen oder ver-Fluchen. Ist in meinen Genen nicht vorhanden. In diesen Venen fließt reines, blutrotes Wolfsblut, und das soll so bleiben, hat mir jedenfalls Jesus versichert. Und Buddha hat gleich noch eins draufgesetzt: „Don´t follow earth worms.“

Recht haben sie. Meine Schnauze bleibt über der Erdoberfläche.

Und niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten, nicht mal in Mauretanien!

 


2024-01-28

Der Stadtwolf wartet ab

..... ich warte ab, noch kann ich das. Warum ich das kann?! Weil ich die Hoffnung nicht aufgeben will. Es geht um Blieskastel, Blieskastel im Januar 20vierundzwanzig, wohlgemerkt. Nicht um Januar 1933. Damals war die Stadt zwar noch französisch, doch nicht Wenige wünschten sich, sie wären es nicht, you know what I mean!?

Zum x-ten Mal wünsche ich mir, nicht nur heute, dass ich KEIN Bewohner dieses Ortes bin. Denn ich bin nahe daran, meine Schambinde wieder anzulegen und sie vollzusudeln und dem erstbesten, hier aufkreuzenden, hygienisch bewanderten Menschen um die Ohren zu hauen. Das wünsche ich mir. Wo sind die Leute, die blk-Bewohner mit ihren social media-posts abgeblieben, dass sie auf irgendeiner Demo gegen die A_X_D*) und deren fellas in der näheren Umgebung auf die Straße gegangen sind?! Sind sie!? Dann meldet euch, ich hungere nach diesen Kommentaren, die für mich keine sind, sondern ein gutes Beispiel wären für gelebte Zivilcourage, die wir dringend nötig haben, nicht nur in dieser City, hier schläft man gerne - ob sie´s nötig haben oder nicht. It´s always the same old story. Doch vielleicht irre ich mich, mag sein, es sind welche auf einer politischen Demo gewesen, sie erzählen nur nix - muss ja nicht jedermann wissen, dass man linksgrüne oder altkommunistische Ansichten hat. Könnte ja negativ auffallen. Nur frage ich mich, bei wem? Es ist doch sattsam bekannt, dass alle Demonstrantenprotestler gegen die armen Rechtsradikalen bezahlt und bestellt worden sind. Die Republik ist daran schuld und verantwortlich, dass die verschleuderten Steuerungsgelder sinnlos verprasst sind. Auch ich habe mich kaufen lassen, indem ich mich beklage. Bringt ebenfalls gutes Geld, obwohl ich nicht protestieren war. Ich bekomme sogar noch ´ne üppige Sonderzulage dafür, dass ich zu Hause geblieben bin. 

Mich räudigen Stadtlunger-Wolf lädt niemand in sein Auto ein, hält den ganzen Tag sein Gejammer aus, das ist Fakt. Ich stinke im Winter nach schwarzem Blut von den vielen Rissen, die ich getätigt habe - DEN Gestank mag niemand. Selbst wenn er von einem rotversifften alt-SPD-Linke-grasgrünen Adepten herrühren mag. Und jetzt isser auch noch zu allem Überdruss korrupt und lässt sich kaufen von der Regierung!

Es ist wirklich nicht zu glauben, das!

Nein. Nur hoffen, dass irgendein Blieskasteler bei irgendeiner Demo war und sich die Lunge aus dem Hals geschrien hat gegen diese braune Brühe, die zunehmend und ohne mit der Wimper zu zucken, ihre menschenfeindlichen und kulturfeindlichen Parolen verbreitet. Deutschland darf sich für diese Zeitgenossen was schämen. Und was gegen sie tun. 

 Sie verbieten? Ist gefährlich für die Bundesrepublik und dauert recht lange, siehe die Beschlussfassung gegen die Nazionalen Heimatlichen.
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*)
Anmerkung - ich schreibe das Namenskürzel dieser rechtsradikalen Organisation bewusst nicht aus. Sollen es andere tun, ich gebe keinerlei Vorschub einer rechten Partei. 

2024-01-26

Stadtwolf-Grübeleien in einer Winternacht

Philosophisch ist der Angsthase im eigenen Land.

 Ist es gut und gerechtfertigt, Kindern Angst einzuimpfen?! Die Liebe zu Tieren und zur Natur einem Kind vorzuenthalten, ist eine Sache, doch Angst an diesem Kind zu pflegen und weiter zu verbreiten ist eine andere, ungerechtfertigte. Und als Erwachsener darf keine gezeigt oder an den Tag gelegt werden, das ist ein ungeschriebenes Gesetz, nicht nur in Blieskastel. Widersprüche. Widerliche Sprüche, aus den Tiefen der Unkenntnis hervorgespült, um die Wirklichkeit zu verwässern. 

In dieser Woche - die vierte Januarwoche in 2024 - herrschte rund um Blieskastel Hochwasser. Fasziniert und gleichzeitig enstetzlich angstangefüllt schaue ich auf die schnell driftenden Wasser der Blies, wenn ich sie kurz vor der Stadt überquere, in scheinbarer Sicherheit von der Brücke aus gesehen. Schaue ich längere Zeit auf diese dräuenden Fluten wird mir jedesmal schwindlig und mulmig zumute, das ist verbunden mit einer Erinnerung aus der Kindheit, die mich zeitlebens nicht verlassen hat: die Angst vor fließendem Wasser, Flüsse, Ströme - ich sehe immer noch den erhobenen Zeigefinger der Alten, die mich erzogen haben. Sage niemand von euch mutigen, selbstbewussten und hoffärtigen Menschen jetzt bloss nicht "Welpe" zu mir, sonst beiße ich euch in die Leber, Wölfe fürchten sich nicht vor Wasser.
Ich schon.

Werten, Urteilen über verschiedentliche Vorurteilsdenkweisen sind ein probates Mittel der Ver- und Entfremdung, sie sind bequem und nützlich, dem Gegenüber zu zeigen, was ´ne Harke ist. Ich stellte mich gerne UNTER diese Brücke der scheinheiligen Kommunikation miteinander, auch zeitlebens. Ich entweihte damit nichts, lediglich meine eigene Würde. Und da ich keinerlei Würdenträger bin, ist das nicht von Wert, nachhaltig gar nicht.
Soviel zu meiner Person als Mensch, wenn ich diese Rolle hie und da annehme.

Da gab und gibt es aber etwas, das man in seiner Häme leicht übersieht: das graue bis dunkle Fell, der heimtückische Blick, die zur Schau gestellte Samtpfötigkeit, alles entsetzliche Widersprüche mit sofortiger Wirkung, die nichts Gutes verheißen mag. Ein Wolf eben, und dazu noch einer von der übelsten Sorte, ein Stadt-Wolf. Allmählich wird mir diese selbst angedichtete Attitüde zuwider. Wünsche mir, das graue, räudige Fell würde mir ausfallen, mein Blick würde nicht mehr getrübt, sondern klar hinter meiner Intellektuellenbrille hervorlugen, ich wäre nicht mehr weitab vom Schuss - und ich gälte als ehrbarer Bürger, der sein malerisches Häuschen bestellt und seinen Garten pflegt, in Schuss hält mit Rosen und Tulpen und fleißigem Rinnsteinkehren, jede halbe Stunde.

Aber ich wurde zum Wilden - und der Schuss, den ich meinte, galt mir, als berüchtigtem, gesellschaftlichem Raubtier, Wölfe werden zum vorzeitigen Abschuß freigegeben, wo immer man sie auch antrifft - sie könnten ja Unheil anrichten. Prophylaktisches Freiwild, sozusagen. Erstmal schießen, dann fragen. Nicht allein in meiner alten Sippe ist diese Ansicht gang und gäbe. Wie gut es mitunter tut, ein Wolf zu sein - denn der Mensch ist des Menschen Wolf - äußert sich darin: ein echter Wolf, gefräßig und in der Wolle gefärbt, kann einem waschechten Menschen nicht gefährlich werden. Dafür eignet er sich nicht, dazu hat er zu viel Angst vor diesem Menschen-Raubtier. 

Was meine Ängste angeht: sie sind da. Verläßlich und vorhanden, weil sie nunmal vorhanden sind. Kann man dies auch von menschlichen Wesen sagen!? Stellt euch vor, ich sage dies und zeige dabei mein Raubtiergebiss, bekämt ihr keine Angst vor mir?! Mein Herz lachte sich halbtot im kalten Wind des diesjährigen Januars.


2023-11-18

Einmal müde werden

Einmal müde werden (ist nicht schwer)

 

Einmal müde werden

 

Wer möchte das nicht, die Stiefel ausziehen, die einem den ganzen Tag geleckt worden sind, in die Puschen steigen und der Alten einen heftigen Klaps geben, dass sie in die Ecke fliegt und sich nicht mehr regt ....! Es wäre doch zu schön. Des Spießers Wunderwaffe zieht nicht mehr, meine Herren. Die Menschen in diesem Landstrich sollten sich auf was anderes besinnen. Sollten sie das jemals beherrschen, würde ich mich freuen, in meinem Fuchsbau aus grauem Kiefernholz still bleiben und meine Pfoten einfetten, weil der Winter kommt. 

Aber eines ist sicher, meine Herren und Damen. Die Wölfe werden kommen, und sie werden aufhören, still zu sein. Sie werden ordentlich Krach machen, damit es Krach bleibt. Obwohl es wahrlich nicht so ausschaut, zugegeben ..... Es ist Tarnung, reine Beobachtungsgabe. Der Notar der Wildnis, die angeblich gezähmt worden ist durch Menschenhand.

´Spotte du nur!´, wird es heißen. Dir wird schon noch die gute Laune vergehen´.

Meine gute Laune ist längst dahin, ich weiß gar nicht, was ihr habt ....!  Den Schwanz werde ich deswegen keineswegs einziehen, vor euch nicht, vor dem Winter nicht. 

Vor wem dann?

 

 

Was mit einer Verletzung einhergeht

 Ich will nicht verletzt sein.

 

 Ich will nicht verletzt sein. Das Rudel Wölfe, das im Saarland erwartet wird, bleibt aus. Lohnt sich das Warten!? Igitt.

Meine Wünsche, die 100.000e von 2014/15, wo sind die abgeblieben? Hat meine Flaschenpost keiner gefunden, da draußen, na!?

Mein stiller Zorn auf die Gleichgültigkeit, wo habe ich ihn nur gelassen? Ist das schon die Demenz? Hallo?

Mit wem spreche ich? Nur mit mir, sonst ist niemand ansprechbar. Ich kriege den Hammer aufn Kopp, wenn ich den Mund aufmache. Also, schlagt zu, Freunde, es lebe das Gegenargument! Kennt ihr die Comedy-Serie "Alles unter einem Dach"? Sie läuft mal wieder auf Nitro derzeit. Da gibts einen notorischen Deppen namens Steve - ungeliebt, hässlich, albern, geschmacklos und immer hinter einem bestimmten Weiberrock her.
Dabei mag ich keinen Rock, I dig Jazz!!!!

´Ne wölfische Seele habe ich nicht, ich habe überhaupt keine. Das ist beruhigend, wenn man bedenkt, dass Wölfe mitten unter den Menschen leben, die nur lieben, was sie selber erlegen können. Also verschonen sie mich. Leicht dahingesagt, schließlich habe ich mit diesem Mythos die ganze Zeit meines Bliestaldaseins überlebt. Indem ich mich tarne. Menschen wittern keine Tiere, wenn diese nicht von ihrer gleichen Art sind: stur, stur und stur.
Das zeichnet ihre Ausgeglichenheit und Ignoranz aus. In großem Stil und jeglichem menschlichen Maßstab - hinter blauen Fenstern verstecken sich keine Pastellkreiden, wohlgemerkt. Kreide habe ich nie gefressen. Mein Kollege aus "Rotkäppchen" war ja auch böse. Hätt´ er lieber mal der jungen Maid den Sekt weggesoffen, wäre er viel entspannter dahergekommen!

 Was besitze ich dann, wenn´s keine christeneinheitliche Einheitsnorm von mir gibt!? Ein grauschwarzes, räudiges Fell, riecht ´n bisschen muffig, kann sich aber noch sehen lassen - trübwässerige Jägeräuglein, mit abnehmender Sehkraft behaftet, graue Barthaare, die vor Jahren mal für attraktiv gehalten wurden, meiner Treu! Wie naiv sind Menschen!, die so etwas behaupten? Ich stehe daneben und lache mir die Schweifhaare kraus. Die meisten sind eh´ schon abgefallen .... ´s ist nun mal Herbst im Jahr, da fällt vieles aus. 

Ach ja, eh´ ich´s vergesse: der Asphalt, auf dem ich mich meistens bewege, ist ebenfalls von dunkelgrauer Farbe, erst recht, wenn´s regnet. Schöne Einfalt der Buntheit. Passt irgendwie hierher, Dorf, Städtchen, in Gesichtern von Blk-Promis, wenn sie an mir vorüberhasten - hastu-nich-gesehen-! - seitdem ich wieder gut laufen kann, fällt mir das Gehen nicht mehr so schwer. Ich wurde noch einmal gerettet, Wölfe haben auch mehrere Leben, so an die zweihundert, denke ich. Das müssen sie auch haben, bei der geringen Zahl, die es im Saarland von ihnen gibt, müssen sie sich irgendwie ausgleichen und ergänzen! Also, folx, wir werden immer lästig bleiben, auch wenn wir nur ein paar Exemplare hier sind. Gibt es noch ´nen weiteren Stadtwolf? Vielleicht in Homburg oder Zweibrücken? Es würde mich entzücken!

2022-12-13

Einhundertvierundvierzig Vorworte - ein paar poetische Nachtgedanken

Präambel
Diese einleitenden Texte sind für fiktive, umfangreichere Arbeiten meinerseits gedacht -
es wird sie in ihrer ausführlicheren Form nie geben.
Also nehmt mit diesen Vorwörtern vorlieb

Ein Halleluja für die Stadt,
die so viel zu bieten hat
jenem Zeitgenossen, der seit Geburt
nicht viel dazu gelernt hat,
als was er vorgesetzt bekommt,
biederen Fraß, wofür man ihn prompt
belohnt, wenn er nur still das tut, was man ihm sagt.
Singt ein Halleluja für diese Stadt.

Ich sing ein Lob auf diese Stadt,
die solche Bürgerinnen hat,
die, wohlgeformt und wohlgemut, dem willentlich dienen,
der um Gehorsam nicht einmal bat.
Sondern seinen Willen als Gesetz ansieht, bei allem,
was in dieser Stadt geschieht.
und diese Bürgerin ist sehr wohl besorgt
um ihr Wohl, sie hat gleich doppelte Moral geborgt.


2022-12-03

Stadtwolfs Gruß an die Stadt der Wölfe, Dezember 2022

Melde mich wieder zurück, gestatten, Phil Sutaio, Stadtwolf aus eigenen Gnaden - lang ists her, über eineinhalb Jahre.
Wo seid ihr, liebe Follower aus aller Herren Länder? Der alte Stadtwolf streunt wieder, lahm geworden, grau, beinverletzt, aber wieder und immer noch WÜTEND, Wütend, wüten, wüte, wüt, wü, w...........

Gelange nicht so oft in die City of nowhere (= Stadt der Wölfe = Blieskastel), hocke coronabedingt (alte bedingung!?) meist daheim und schreibe worte in den wind und den schornstein.
Mein Haus (60 Jahre alt) wird mich überleben. Aber ich fürchte, ich werde mich nicht überleben. Da ist so eine diffuse Ahnung, die mich nicht losläßt. Aber sei´s drum, die Zeit fließt im Rechteck, die Ozeane sind dreckig - das Land ist konfus. Also alles wie gewohnt. Es kann losgehen.

Die Thematik für mich ist allerdings schwierig geworden. Mein Resonanzboden ist dahin, das Echo krankt in der Ecke, und die Straßen meines Heimatdorfes sind nahezu leer, tagsüber, nachts, jetzt - was machen wir falsch? Wollen wir nicht mehr streiten, die Köpfe blutig hauen?! Let´s go stadtrat! Let´s make war to the boredom - ich möchte kein billiges Vergnügen, ich möchte Lachen, Weinen, Erzählen und Diskussionen. Über Gott und den Bürgermeister, über die Demokratie und ihre seltsamsten Erscheinungsformen in Blieskastel, wie sie zur Zeit stattfindet. Anspielungen!? Ja, Anspielung.
Blieskastels Verwaltung ist ein seltsam verkommener Macho-Haufen. Zorro hätte seine helle Freude dran. Leider sind wir nicht in Kalifornien des Jahres 1840, sondern - im Saarland des 18. Jahrhunderts, wenn es damals schon existiert hätte.
Ich suhle mich in diesen Anspielungen, konkret will ich nicht werden, weil ich nicht genau weiß, was und wie da abläuft, was eigentlich und mit aller Vehemenz in die Mottenkiste gehörte. Beileibe nicht in der City of Lug and Trug, ich kann nur sagen: Pfui Teufel. Schämt euch, ihr Betonköpfe! Wenn ihr immer noch nicht wisst, wovon ich rede, schaut in der Saarbrücker Zeitung vom 1. Dezember nach, da steht das Neueste über Blieskastel drin.
Das Neueste ist das Alte. Diese Stadt ist so einmalig, sie macht diesen blöden Satz möglich, aber, hallo!, mit links.



2020-09-17

BAD COPS & GUTE POLIZISTEN

Wie ist so etwas möglich, Polizisten in Deutschland sind rechtsradikal?! In Deutschland, mitten unter uns!? 

Ich fasses nich!

Hat unser braves, aufrechtes Land dies verdient? Hoffentlich sind es FakeNews, meine Güte! - Seit 1967 könnte ich jeden Polizisten umarmen, der eine Uniform trägt - Damit man sie von den Reichs-Radikalen unterscheiden kann, wie ich immer dachte. Falsch gedacht, ich kenne mindestens derer Zwei, die bei Demos in Zivilkleidung umherlaufen und nach den Gegen-Demonstranten schielen. Aber das ist nicht wirklich neu. Polizeigewalt hat nicht nur im Schlagstock und auf der Straße seinen Ursprung. Aber ich möchte nicht ur-demokratischer sein als die Gründer dieser Republik. Die haben auch nur unser Bestes gewollt. 

Sie werden es nie bekommen.

Seit 1967 (schon wieder dieses Jahr!?) stelle ich die Frage: Was ist gut an einer Polizei? Oder, anders gefragt: Gibt es gute Polizisten in der Polizei? Oder gibt es gute Polizei, die von Polizisten und Bürgern als solche hochgehalten wird? Dies sind allesamt zentrale Fragen in einer dezentralen Auffassung und/oder Haltung, die längst diskutiert werden müßte. Ist sie aber nicht. Und nun das. Rechtsradikale in einem rechtsfreien Raum, wer hätte sowas für möglich gehalten!? Dass es innerhalb der deutschen Polizeigewalt von Linksradikalen nur so wimmelt, hätte ich mir sogar im Traum vorstellen können, aber - dieses??


2015-01-14

Endlich wieder was zum Lachen!

ohne aus meiner tuer gehen zu muessen, weiss ich um die vorgaenge in der welt, respektive in blieskastel, dem kleinod-ort (dem kleinen, oeden) im mittleren bliestal. & als streunewolf, der sich von aasgeiern und coyoten die nahrung wegstehlen laesst, weil er alt & grau geworden ist, weiss ich, dass es was belustigendes ist, von dem ich hier berichten will. 

die rede ist von den beiden ausgefallenen fastnachts-events in blieskastel, dem rathaussturm und dem karnevalsumzug.

eines muss ich vorweg sagen: ich bin ein karnevals-muffel und -fluechter seit vielen, vielen jahren.

& da ich aus persoenlichen gruenden nicht mehr vor der karnevalszeit fluechten kann, muss ich hier rumsitzen und schreiben. 
denn: was ist so schlimm daran, karnevals-events ausfallen zu lassen? der entgangene verdienst? dass man ungestraft sex mit fremden haben kann ueber die tollen tage?! dass ich nicht lache! als wenn dafuer die tollen tage der einzig willkommene anlass dafuer waeren!

was auch immer die buergermeisterin bewogen hat, den rathaussturm abzusagen, eines ist sicher: sie ist meisterin darin, sich laecherlich zu machen. pappnasen um sie herum gibt es genug, ihr hofstaat laesst sich darin wahrlich nicht lumpen, den dummen-august zu geben, & schoen brav und geziert uebers jahr verteilt ihre fastnachts-sottisen & -plattheiten unters profane volk zu mischen. mich bringen sie jedenfalls immer zum lachen, wenn sie was vorhaben, vertuschen oder sonstwie bei einer sache, wo´s wirklich brennt, versuchen, den schwanz einzuziehen.

das wort "karneval" hat einen, in seinem wortsinn enthaltenen, bezug auf die "fleisch-"lose zeit der bevorstehenden fastenzeit bis ostern, da ich als karnivore (sic!) diese zeit bei weitem nicht verstehen kann, verstehe ich auch nicht, wieso man diesen spektakulären rathaussturm in diesem jahr unter den tisch fallen laesst. & (als reaktion?) gleich noch den karnevalsumzug dazu!? dadurch wird doch die fleischlose zeit nur unnoetigerweise vorgezogen - & mit schnellem, besoffenem sex ist auch nix mehr zu machen.

um fastnacht/karneval reisse ich mich beileibe nicht, ich reisse lieber ein fettes taeubchen oder eine dumme, alte gans, die mir ueber den weg laufen, wenn ich einen schlechten tag habe.
ansonsten beissen sich die herrschaften blieskastels bei der absage dieses kulturell aeusserst fragwuerdigen events doch nur selber ins eigene fleisch. profitieren werden davon andere staedte im bliestal, die solches getue noch nicht auf ihre fahnen geschrieben haben. 

es waere schoen, wenn in diesem und den naechsten jahren das bauernfest, das oktoberfest, fronleichnam, weihnachten, ostern, pfingsten & das diner in weiss abgesagt wuerden. gruende dafuer gibts sicher keine, aber ich wuerde es begruessen. denn ich habe meine gruende.

2014-12-15

Blieskastel mon amour - 2. Teil -

Etwas sentimental klingt es wohl, wenn ich hier behaupte, es gäbe nur eine einzige Heimatstätte für mich, das stimmt so nicht, ich zähle viele Orte zu meiner Heimat, jedenfalls hier im Bliestal. Manche sind lediglich in der Vergangenheit auffindbar, wenn Zeit überhaupt eine Heimat sein kann.
Ich weiss, viele meiner Leser werden diesen Gedanken noch nicht so intensiv verfolgen wie ich es tue, aber dennoch will ich es aussprechen: Ich werde hier in diesem Dorf einmal sterben und womöglich auf dem hiesigen Friedhof begraben werden. Was ich jedoch in den letzten Monaten ablehne, denn ich wünsche mir, dass meine Asche unter meinem Nussbaum im Garten des elterlichen Hauses begraben oder in die Blies gestreut wird.

Ein frommer Wunsch!?
 Weit davon entfernt, fromm zu sein, oder es im Alter zu werden, lehne ich es auch ab, darüber zu diskutieren, welches nun die richtige Bestattungssitte ist. Sie liegen allesamt richtig. Nur der Pomp und die falsche Rührseligkeit sollten aussen vor bleiben. Und der heilige Staat mit seinen Beerdigungsrichtlinien, einer kleinen, aber feinen Geldquelle von jeher.Die nach 25 Jahren die Gräber schänden, indem sie "aufgelassen" werden, um Platz für neue Tote zu machen. Mit kirchlichen Weihen wird man begraben und mit friedhofsamtlichen Würdelosigkeiten wird man, was noch von einem übrig ist, ausgegraben und beiseite gelegt. Ist das "die EWIGE Ruhe?




2014-12-11

Tagebuch für Hungrige

Wenn es denn sein soll, will ich etwas über dieses Jahr 2014 sagen, das bald Geschichte sein wird. Ich habe weitgehend einen grossen Bogen um die politischen Tagesereignisse gemacht, nicht aus Interesselosigkeit, sondern aus Scham. Sei es die deutsche, europäische oder US-Politik, sie verdienen keine Zuwendung, wie ich finde. Ich schäme mich für die Europäer, die nichts für die Flüchtlinge tun, die massenweise ertrinkend im Mittelmeer treiben. Heute morgen steht auch noch eine bestimmte Zahl in der Zeitung, die belegen soll, wieviel Tote es in diesem Jahr am und auf dem Mittelmeer gegeben hat. Toll! Jetzt haben wir´s ja endlich amtlich. Ich will die Zahl nicht nennen, denn darum geht es nicht.
Es geht um Menschen. 
Und wenn ich diese formatierten Stimmen höre, von wegen, wir hätten kein Geld mehr, Deutschland und seine - nur als Beispiel - Familien zu sanieren, dann kommt mir die K..... hoch, meine Damen und Herren. Ich habe keine Lösungen parat und würde sie hier an dieser Stelle auch nicht aufs Tapet bringen, nur eines noch: Ich schäme mich, meinen Wolfspelz zu tragen, weil ich einer bin. Wäre ich nämlich ein Mensch, dann würde ich Mittel und Wege finden, meiner Existenz ein baldiges Ende zu setzen. Tiere haben keinen Platz in unserer Gesellschaft - Dieser Platz wurde vor langer Zeit bereits von den Menschen eingenommen.

2014-07-30

Blieskastel mon amour 1. teil

normalerweise strotze ich im monat mai vor kreativitaet - aufbruchstimmung allerorten. in diesem jahr nicht. es geht einfach nicht! nicht voran, nicht bergab, nicht vorwaerts, aber auch nicht rueckwaerts.
was ist geschehen?

diese stadt bringt mich noch um. besser gesagt, ihre buerger, und deren umgebung, das bliestal. diese gegend macht mich muerbe an koerper und geist. ich weiss schon seit vielen jahren, dass man sich auf niemanden in dieser gegend verlassen sollte. mir wird immer wieder bestaetigt, von vielen seiten, dass ich das lassen sollte. ich kann´s nicht lassen, leute. auch ich benoetige ein wenig aufmerksamkeit, freundlichkeit, freundschaften. wie oberflaechlich bekanntschaften sind, weiss bestimmt jeder, der auf der straße einem bekannten begegnet.
es regnet woerter, oder es regnet keine woerter.
die letzten jahre ueber kokettierte ich damit, lieber keine freunde, dafuer umso mehr feinde mein eigen zu nennen. die freundschaften waren stillgelegt oder ins nichts verschwunden. jetzt sind sie wieder da, aber sie sind nichts mehr wert.
der wind hat sich nicht gedreht, im gegenteil, es ist verdammt einsam hier in dieser windigen stadt, ohne windrose auskommen zu muessen.

2013-11-28

WELCHER BAUM SOLL GEFAELLT WERDEN? - II -

II


waer´s vermessen zu sagen, dass die kulturlandschaftsmaler von blieskastel mir zukuenftig im mondschein begegnen koennen, da sie mich ermorden wollten!? 
es waere vermessen, fuerwahr.
was ich im ersten teil dieses artikels - wenn´s denn einer ist - gesagt habe, trifft auch auf diese bemerkung zu, meine kulturellen beitraege gehoeren allesamt in den untergrund, wenn nicht sogar in die katakombische blieskasteler kanalisation.
mit dreckzeug verhandelt man nicht, man befiehlt!

ich lasse mir aber nichts befehlen, geschweige denn vorschreiben, was gesellschaftlich richtig oder falsch ist. wenn ich nen griff ins klo mache, so ist das meine sache. das maul kann man sich darueber zerreissen, ist schon recht. es ist schliesslich immer so gehandhabt worden, wenn ich so in meine vermaledeite vergangenheit gucke, kann ich viele parallelen fuer heute erkennen.
aber ich bleibe mal in der gegenwart.
kulturell war das jahr 2013 schlimm fuer mich - meine vielversprechende band zerfiel im april, die folgen habe ich bis heute noch nicht richtig verdaut. ich bin nicht mehr siebzehn, als unsere erste & wichtigste phase gerade erst begann. & von einem tag auf den anderen gab´s diese gruppe nicht mehr, nur, weil zwei dickkoepfe sich mit einem dritten dickkopf nicht einigen konnten. zwei gegen einen war schon immer aussichtsloser als zwei gleich starke parteien (ich spreche immer noch von einer drei- bis vierkoepfigen musikgruppe!).
sandkastenspielereien - sieht so musikkultur in blieskastel aus?
das rueckbesinnen auf ein paar jahre frueher, das kam dann zwangsweise, worueber ich aber nicht traurig bin. nur fehlt mir der mumm, oeffentlich aufzutreten, alleine, mit meinen eigenen liedern, so, wie ichs urspruenglich geplant hatte, 2010, als wir erste versuche einer wiedergruendung machten.
da gab´s auch noch einen vierten mann, eine beleidigte majestaet, der mal zu proben erschien & mal nicht, ganz wie´s beliebte. diese deja vu-erlebnisse waren mir sattsam bekannt.
egal, es ist alles vorbei, gute nacht ihr sackpfeifen, moechte ich noch hinterherschicken. gehabt euch wohl in eurem kleinen mikrokosmos, der nur aus eitelkeiten besteht, & aus zoegerlichkeiten.
aber was habe ich daraus gemacht in diesem bald vergangenen jahr, habe ich daraus gelernt? sicher, & zwar musikalisch & musiktechnisch, wenn man so will - was fehlte denn nur? 
ach ja! die anerkennung fehlte. die anerkennung unter musikerkollegen, mit denen ich vierzig jahre zuvor auch gehadert haben musste, besser gesagt, gerungen haben musste - um anerkennung meiner position als bassist & musiker. 
oberschlaue werden nun fragen: warum hast du dich mit solchen leuten ein zweites mal eingelassen?
hattest du das noetig?
ja, meine damen & herren geschworenen, ich hatte es noetig. 
doch was soll das alles mit der kultur von blieskastel zu tun haben, frage ich nochmals!? weil wir allesamt aus dieser stadt stammen, gleichaltrig sind & uns den schuelerfrust aus der seele jammten, 1971/72 - dilettantisch, aggressiv, eklektisch & im improvisieren von mal zu mal besser werdend.
abschliessend waere ernuechternd zu sagen: es hat sich aber nicht viel in vierzig jahren geaendert. jeder ist auf irgendeine art weitergekommen, auf seinem angestammten instrument, auf neuen instrumenten, technisch & kreativ. nur untereinander hapert´s immer noch so kraeftig wie vor vierzig jahren. schwamm drueber.
fazit: ich bin wieder mein eigener songschreiber, studiotechniker, produzent, begleitband & suchender, der ich immer war in den letzten fuenfundzwanzig jahren. bis 2010 war ich jedoch konsequenter in meinem bestreben, was musik anbelangt.
es interessierte sich keine sau dafuer.
da stehe ich in der kulturszene blieskastels aber bei weitem nicht alleine. & die menschlichen ueberreste aus den alten rockmusik-tagen koennen mir gerne mal im mondschein begegnen, dort gehoeren sie naemlich hin.








2013-11-27

Welcher Baum soll gefaellt werden!?

I

da koennte man doch glatt angst kriegen vor solch einer bagage, wie sie manche blieskasteler an den tag legen! - nichts da, denke ich, niemand kann mir angst einjagen, nicht einmal der stockkonservativste blieskasteler, der nur eines kennt: geld scheffeln, weil´s in der ewigen dunkelheit keines gibt. "ich lache ob der angelahrten laffen!" möchte ich hinausschreiben, mit heinrich heine als zitatgeber klingt es doch nochmal so gut in meinen tinnitusgeplagten ohren.
"ach, ich bin des treibens muede." 
von wem stammt    d i e s e s    zitat? ist mir entfallen & ist mir auch egal. aber es macht sich gut im verzweifelt-kommerziellen, ungeilen zeitgeist dieser monate, welch ein ermuedendes jahr war & ist doch dieses, 2-0-1-3! der vorabend zur diktatur etwa? von welchem land - oder sollte ich fragen: von welchem landstrich? 
aber: sehen wir doch positiv in diesen landstrich hinein! machen wir doch die probe aufs exempel. geldgierige griesgrame? mit mir nicht, sie taugen mancherorts doch noch zu persiflage, satire, sprich: inspiration -  fuer kuenstler, die mit worten jonglieren. ich habe da einen ganz besonderen blieskasteler im blick, der mir seit etlichen jahren genug stoff liefert, um ihn immer wieder in meinen laesterlichen tiraden unterzubringen, auf irgendeine art & weise. auf zitate kann ich da ruhigen gewissens verzichten, allein schon seine laecherliche figur im oeffentlichen leben genuegt, um mein reim-maschinchen anzuschmeissen. ich habe noch mehr solcher "lieblinge", aber dieser schiesst den vogel ab.
circe, die grosse zauberin, haette ihre freude, ihre
helle freude daran, denn sie koennte dann wieder
aus "freunden" meiner umgebung umgehend
ruesseltiere zaubern - wie schon so oft geschehen.
leider ist sie nicht aufzufinden, ich haette sie &
ihren mummenschanz dringend gebraucht. aber
eines schoenen tages wird sie wiederkommen, & dann gnade euch gott, ihr kulturbarbaren! eure gartenlaube, die ihr um den lindenbaum der kultur gebaut habt, wird zerstoert & der lindenbaum gefaellt werden. 
(wird fortgesetzt)


2013-11-25

Die Kultur lebt in Blieskastel

was geschieht da nur, in blieskastel ist ja was los in den letzten wochen & monaten!? jetzt, wo es wieder auf weihnachten zugeht, ist wieder eine aktivitaet angesagt, die ihresgleichen sucht. jemand wie ich, der in den untergrund abgedriftet ist, mag sich darueber nur wundern, aber die szenerie in blieskastel lässt die underdogs aufhorchen wie nie.
neuerdings werden die bildenden kuenstler bekanntgemacht, an & fuer sich schon eine gute idee - & das kommerzielle haengt gleich hintendran an dieser absicht. welche intentionen gaebe es denn noch, die in frage kaemen?! reine kultur in reinkultur oder 
l´art pour l´art etwa? oder doch stadtmarketing, wohin das auge blickt?
ich finde es schoen, wenn kuenstler bekanntgemacht werden, vielleicht gelingts dem einen oder anderen, eines seiner bilder zu verkaufen. dies ist wichtig fuers ueberleben, der ruhm kommt dann allmaehlich von selber, denke ich. 
warum oedet mich diese stadt doch nur immer mehr an, ich weiss einfach keine antwort darauf? was laeuft da falsch, moechte ich fragen, aber niemand hat eine antwort parat, es wird mitgeschunkelt im grossen reigen des austauschbaren kommerzes.
ich frage mich nur, wann der tiefpunkt erreicht sein wird & dieses ganze kartenhaus in sich zusammenfaellt, sprich: sich totlaeuft. mein misstrauen & mein beschaedigtes verhaeltnis zu blieskastelern, die sich da "einbringen" wollen, ist zu gross. vielleicht kenne ich zu viele von denen, die da mitmischen, vielleicht ist deshalb mein misstrauen so riesengross geworden, die letzten beiden jahre waren entsprechend ernuechternd. aber dies ist ja nur ein unkenruf eines underdogs, der von einem solidarischen untergrund traeumt, in dem sich eine gegenkultur aufmachen will, den zeitgeist zu revolutionieren.
nun gut, einen zeitgeist mag es geben, was ist mit dem rest!? rede ich hier wieder mal reispudding?

2013-10-07

Wird diese Gegend nochmal jung?

Wird diese Gegend nochmal jung?

Blieskastel rüstet auf - Ultimative Mittelpunktstadt macht kulturelle Fortschritte

keine bange, die ironie haelt mich fest im griff, alles nur fake, was hier passiert. war jemand am 29. september 2013 auf der blieskasteler citta-slow-event-entschleuderungs-party in der mittelpunktdereinoede-stadt blieskastel?
ich war da, & hab den ganzen Tag sogar ueberlebt. mir tut nur noch das herz weh beim anblick so vieler verpasster & verpatzter chancen. es war so traurig, dass ich nichtmal ´n foto schiessen wollte. selbst die goetter fanden´s langweilig, & die kommen & gehen dorthin, wo´s ihnen gerade zupass kommt. ich fragte mich, was, um himmels willen, soll denn da noch in dieser stadt entschleunigt werden? blieskastel hat dieses phaenomen doch erfunden, obwohl´s niemand wahrhaben will. die entschleunigung in der buerokratie waere die eine errungenschaft. aber auf die braucht man sich nix einzubilden, die verlangsamt sich von selber. 

vielleicht wär´s gut, die ignoranz zu entschleunigen. die ist in dieser stadt stets parat, auch wenn eine idee noch nicht einmal geboren ist. vielleicht sollte man den konservatismus entschleunigen & dafuer die neugier auf andere kulturen, ideenbringer, frischen wind aus allen richtungen, invasion von kuenstler/innen be-schleunigen .....!? iss ja nur ´n vorschlag, wird nicht gerne angenommen, da der vorschlaeger ein nobody ist, keine connections zum papst hat & niemandem treu ist. meiner treu, mir ist die veraenderung, der wandel, wichtig. aber ich kreuze zu viele schneckenspuren, auf denen ich dann ausgleite. woher die wohl kommen!?
ist dies die entschleunigung, auf die wir nicht gewartet haben?
wo ist der ruch & der geruch von blieskastel abgeblieben? einen gewissen ruch hat sie ja weg, diese city, aber wo ist ihr charakteristisches image, ihre visitenkarte, ihre fingerprints? pustekuchen! lediglich ein paar sonntagsleichen, aber keinerlei draufgaenger, die´s krachen lassen wollen.
wo ist der zorn der jugend, der ueberschwang, das leichtsinnige laissez-faire!? manche alten sind zornig, ja, die jugend ergeht sich in stillosen saufereien, & die jungen christdemokraten jubilieren sonntags nur in der kirche. wo ist der zorn der alten blieskasteler? was macht diese stadt aus uns? wieviel revolutionaeres rollt noch ueber diesen ort & keiner merkt etwas davon? wieviele oktoberfeste müssen wir denn noch aushalten, bis die ganze elende chose zusammenkracht? wo sind die verantwortlichen hin, wenn mal wieder nix passieren wird? wessen ruhe wird am nachhaltigsten gestoert, wenn das rathaus endlich mit scharfer munition beschossen wird?
´s passt schon, moechte man da nur sagen. 


2013-06-15

der wunsch ist der terror des gedankens

da war ich doch tatsaechlich kurz davor, einen reporter von eigenen gnaden zu werden - schon ist der spuk wieder vorbei. jedenfalls fuer den moment.
was ist geschehen?
nichts ist geschehen. mir ist nur wieder mal der wind abhanden gekommen, der meine segel blaeht, damit meine wut nicht in der sargassosee versinkt. 
ich brauche die sargassosee beileibe nicht, blieskastels silhouette genuegt schon, um alle bitterkeiten meines daseins revue passieren zu lassen. & diese bitteren erkenntnisse erdruecken mich von zeit zu zeit.
eigentlich bin ich ja frei - nur im kopf zwar - aber frei. man kann mich toeten, meinen freien geist kann niemand umbringen. aber es ist noch mehr. ich gehoere niemandem, nur der verdammte staat mischt sich ueberall ein. ich habe es so satt, ein kleines raedchen in diesem unechten verbund zu sein. aber wohin denn ich? wohin die anderen gleichgesinnten, oder nicht-gleichgesinnten. diejenigen, die an diesen staat glauben, an seinen  gerechten aufbau, seine aufrichtigen staatsmaenner, sie sind mit uns im selben boot, das man liebend gerne & mit mann & maus ausbooten wuerde. nur, wer soll dann die ganzen steuern bezahlen? von was sollten dann die staatsmaenner & -frauen leben? na, sie koennen ja einen neuen staat gruenden - oder, wie bertold brecht es so schoen formulierte, sich "ein anderes volk waehlen".
aber nein, ich bleibe im lande & wehre mich taeglich. frueher machte dieser kampf noch spass, aber jetzt ..... die zeiten haben sich geaendert, ich habe zig jahre mehr aufm buckel, ich spuere sie, sie druecken, ziepen & hinterlassen blaue flecken. 
noch ist die resignation nicht weiter voran geschrittten. doch liegt sie schon in den startloechern. soll sie auch, sich erheben & aufstehen war schon seit jeher in deutschland sehr gefaehrlich. & napoleon beendete schliesslich die revolution in seinem land, nach zehn jahren revolutionaerem prozess.
bei uns im deutschen land wurde sie im keim erstickt. mit kartaetschen blutig beendet, viele wanderten aus nach nordamerika, aber ich bleibe hier.
tue ich es gerne?
will ich nicht wie otto klemperer zuhause in einem terrorstaat leben & den taeglichen horror eines unrechtsregimes schriftlich dokumentieren?
dann wuerde ja doch noch ein reporter aus mir werden.

2013-01-29

Unserioese Gedanken

manchmal wuensche ich, man sollte mich eigentlich als etwas boeses/schlechtes in erinnerung behalten. interessant waere dabei, eine boese tat getan zu haben, die lange nachwirkt. gute menschen werden manchmal zu heiligen erklaert, aber boese!? werden die dann zu unheiligen erklaert!?
zu denen moechte ich eigentlich ganz gerne gehoeren. meine taten sind manchmal gut, manchmal schlecht. in mir steckt das gute wie das boese, & darin bin ich nicht allein innerhalb der menschheit. 
lassen wir doch einmal die vorurteile zu gesetzen werden, die man befolgen sollte - lange haare bei maennern, baerte, miniroecke der maedchen, pornodarsteller, zigeuner, rocker, indianernegeraraberchinesen, brillentraeger, keinebrillen-traeger, schwule homosexuelle, all die elemente, die nicht in unsere kreise einbezogen sein duerfen, sollten einmal das sujet von gesetzestexten werden. 
wahrscheinlich waere die welt dann viel bunter als in einer katholischen kirche. dort drinnen sieht alles bloss golden aus. wirklich alles.
   

2012-10-04

WARUM ICH KEIN CHRIST BIN

der titel dieses posts stammt von bertrand russell, eine beruehmte rede aus dem jahr 1927.... soweit die fremden federn, mit denen ich mich  an dieser stelle schmuecken moechte.
zur sache: vor ueber zwanzig jahren bin ich aus der kirche - der evangelischen - ausgetreten, anfangs, um keine kirchensteuer zu zahlen, spaeter dann wuchs die abneigung gegenueber dieser institution von staats wegen, trotzdem war sie noch weit entfernt davon, die traditionellen christlichen goetter beleidigen zu wollen, & das bis zum heutigen tag.
wir koennen keine goetter beleidigen, weil es diese nicht gibt. jedenfalls nicht in der form, wie wir sie uns vorstellen. von vorstellungen, imaginationen, visionen & dgl. habe ich mich inzwischen verabschiedet. die religion ist opium fuer die menschen, jedenfalls die vom staat institutionalisierte & damit instrumentalisierte, fuer seine zwecke benutzende, wohlgemerkt. nur die irritationen, die sind geblieben.
an was soll ich noch glauben, fragte ich mich nicht nur damals. die frage ist bis heute gueltig geblieben, nur meine glaubensgrundsaetze haben das weite gesucht. es gibt nix mehr zu glauben, der himmel ist leer, die wolke sieben ist aufgeloest im nichts, & die engelchen singen nicht weiter loblieder auf ihre schoepfer.
.... wenn es so einfach waere...!
frage ich mich lieber, an was glaube ich denn? es ist nicht viel, nebenbei bemerkt. an meinen untergang sowieso, weil mein leben unbedeutend ist, an eine zukunftslose zeit, die auf uns lauert, & deren gesicht & charakter wir nicht kennen, & wenn es einige leute geben sollte, die sie dennoch beschreiben, dann lasse ich sie, denn ich kann ihnen nicht in diese wirklichkeit folgen, in meinem kopf sind viel schrecklichere vorahnungen.
dieser tage las ich, was im jahre 2050 alles moeglich scheint: es gibt kaum noch automobile, weil es viel weniger menschen als heute gibt, die oeffentlichen verkehrsmittel ueberwiegen. als wenn damit alle probleme der menschheit geloest waeren, weniger autos ...... vor 200 jahren gab´s auch schon weniger bis gar keine autos. & was hat es uns gebracht?!
sind die menschen bis 2050 fast alle verhungert, oder welches ist die ursache dieses wundersamen rueckganges, haben die chinesen oder die inder oder saemtliche afrikaner ploetzlich die enthaltsamkeit gelernt? dann haben hoffentlich die europaeer & amerikaner eine lehre daraus gezogen & sich hoffentlich in einem gross angelegten kollektivmord aus der affaere gebeamt  ......
wahrhaftig, hier spricht kein freund der menschheit, werden die leser denken.

bin ich aber.
ich sage nur, was ich als absurd angesehen habe, & dass diese absurditaeten irgendwann trotzdem wirklichkeit wurden. nichts scheint zur zeit unmoeglich zu sein, das hat uns schon die autoindustrie (sic!) lehren wollen.
vielleicht ein fazit: ich glaube an nichts, also kann mir auch nix passieren. ich glaube an nichts, also komme ich auch nicht in den himmel & in die hoelle. ich glaube an gar nichts, dann ist das nichts besser zu ertragen. & da liegt naemlich der hund begraben. wir koennen uns nicht ertragen, also erfanden wir goetter, die ueber uns bestimmen koennen, die sagen koennen, was gut & boese ist. aber hat das nicht schon unser vorfahr homo ergaster gewusst? ich glaube, die erfindung des paradieses ist nicht ganz so alt wie diese archaische menschenform. aber moegen sie beide in frieden ruhen.

die probleme werden nicht aufhoeren, so lange es uns gibt. wozu es wohl gut ist?
  
 

2012-10-01

DIES IST EINE DROHUNG!!!

ich hab die schnauze pickepacke voll von blieskastel, mit seinen buergern & buergerinnen, seinen verantwortlichen, dem biosphaeren-reservats-getue, das nie eines war, den vielen sommerfesten, alten und neuen, den hirnlosen scheindemokratie-waehlern & -waehlerinnen, allem drum & dran, was sich hier, an der mittleren blies, stadtkultur nennt. hier, & manches mal koennte man es tatsaechlich voll annehmen, hier - & nur hier - sind die klassischen drei tabus unserer westeuropaeischen gesellschaften zuhause: sex, politik & religion. & was ueberdies auch - & erst recht - hier zuhause ist: falschheit, schubladendenken, bigotterie & lokalpatriotismus.
so, dieser kleine freundliche rundumschlag hat gutgetan.
warum ich das so humorlos schreibe & meine intimsten vorurteile wie die sprichwoertliche sau durchs dorf treibe?! wollt ihr´s wirklich wissen?
weil ich auf diesem wege hiermit den wahlkampf zum bundestag 2013 eroeffnet sehen will, blieskastel versus philipp sutaio - zwinger gegen den stadtwolf. maulkorbfabrik gegen abgerissenen stadtstreicher.

die beispiele koennt ich endlos fortsetzen, mein zorn ist unersaettlich. & wenn ich wider erwarten nix von revolution & dergleichen an dieser stelle fasele, dann heisst das nicht, dass sie nicht stattfinden wird. man kann sich aufs blutvergiessen stets verlassen, nicht nur in den alten zeiten vor der errichtung des schlangenbrunnens.
haben wir uns verstanden!?
nichtsdesto trotz liebe ich die staatsform der demokratie, nach wie vor, & ich freue mich auf die polemiken der politischen gegenseite, obschon ich keine gegenargumente habe gegen den einwand: "sowas macht ein gruener/linker/roter doch nicht!" gruen ist fuer mich eine lebensanschauung, links sein ein standpunkt innerhalb der demokratie & rot  - auweia, da war doch mal was.....
& was is mit schwarz oder gelb?! oder den "farblosen weg-genossen", der fwg , die im blieskasteler stadtrat rumgeistern?! oder den piraten, den neuen gelben?!
was mir zuwider ist, muss noch lange nicht heissen, meine gesinnungsgenossen durch die bank weg gutzuheissen. aber sie kaempfen wenigstens fuer eine sache, fuer eine gute veraenderung - nicht nur in der stadt blieskastel.
so, genug salbadert. der basar, sprich: wahl-kampf, ist eroeffnet, peer steinbrueck hat´s dieser tage vorgemacht. ich kann ihm nur glueck wuenschen fuer seine ziele, wenn er denn welche hat. schade, dass strauss nicht mehr unter uns wuetet, da haette er wenigstens einen spass-gegner, der sich gewaschen hat. die cdu-waehler werden mir zustimmen, dass diese zeit eine gute zeit war, in jeglicher hinsicht.
der zorn, die wut, sie sind noch da - & wie!! drum nehmt euch in acht, ihr braven buerger, seht zu, dass ihr was anstaendiges unter eueren maentelchen traegt, der scharfe winterwind 2013 kann so manches aufdecken, was gerne im verborgenen bliebe.