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2025-02-24

Die zerrissene Fahne


Berlin, einsame Insel im blaugeränderten Meer,

bunt verwürfelt im blassfahlen Gestreu des Gestern,

es gilt jetzt, nicht nur zu lästern,

es gilt, was andauernd gelten soll:

Stehen zu Demokratie und persönlicher Freiheit.

 

Berlin, der Osten war einst rot, rot vom Blut der zweifach Besiegten.

Jetzt schimmert stählernes Blau, scheinbare Opfer,

die sie sind, stehen sie auf vermeintlichem Siegertreppchen,

die Olympioniken des Hasses zerrissen die Flagge,

die symbolisch einen sollte – sie drohen, die Insel zu fluten.

 

„Als ich von Deutschland nach Deutschland kam …,“ – kennt man das!?

<blutig der Kopf, an den Füßen lahm vom Marschieren, ……> - so klingt

es bei weitem nicht, ist von Deutschland die Rede.

Ja, von diesem Land ist die Rede, das eine Demokratie sein will.

Können die Deutschen über ihr Land reden, Berlin – hörst du?

 

Berlin, frage nicht, wer die Fahne zerrissen hat,

eher solltest du fragen: „Warum?“

Warum trennen wir uns wieder und wieder und wieder?

Warum ist NEID die Triebfeder unseres Denkens?

Warum ist HASS der kleine Bruder der Missgunst?

 

Wenn Blau die Farbe wehender Flaggen zeigt, zerstört den Fahnenmast,

steht sie für feindliche Gesinnung, stört die Einträchtigen.

Wenn Blau die Brücke zu Arm und Reich sein soll,

dann blockiert die Straße, zu der die Brücke gehört.

Berlin, die Fahne des Landes ist zerrissen.

Die Fahne ist zerrissen.

 

Ich bin nur EIN Bürger, eine unbekannte Person dieses Landes.

Flaggen und politischen Farben begegnete ich beständig misstrauisch,

nicht seit gestern bin ich feindselig gestimmt, zornig

sehe ich auf Mitmenschen herab. Wem ist zu trauen?

Niemand ist´s gewesen – Alle sind die Täter.

Folgt später die Reue, die Einkehr, die Buße?

Zerreißt ruhig die Deutschlandfahne, zerreißt alles,

was uns einte. Die Geltung und deren Deutung überlasst anderen.

 

Berlin, eine Schatzinsel der Demokratie bist du bei weitem nicht.

Von Feinden umgeben, überprüfe deine Landkarten, sie lauern.

Sind die Grenzen endlich dicht? Sind wir es noch?  

Welche Rolle spielst du im Inselmeer der Surrogate einer Elite?

Berlin, die Fahne ist zerrissen.

 

 


2025-02-08

Tag und Nacht-Wunsch (für meine kranke Frau)

 

Liebste, lass uns versinken in

Einer einzigen Umarmung, dabei

das gesamte Bliestal umfassend,

zeigen wir Erbarmen mit dem Fluss!

 

Liebste, lass uns nicht gedenken

vergangener Freuden und Leid,

lass uns Gehör dem Schweigen schenken,

wir haben es bisher nie versucht.

 

Tun wir das noch Ungetane

lassen wir passieren das Ungeschehene,

verlangen wir kein anerkanntes Visum, vom

Unbekannten sichten wir das nie gesehene.

 

Ich weiß, ich erreiche dich nicht,

die Grenze zu dir hast du geschlossen.

Aber es ist noch dasselbe Land,

das du bewohnt hast – es ist mir bekannt.

 

Es ist noch derselbe große Garten, den

meine Hände schufen, dich zu erfreuen.

Nur manche Bäume sind nicht dieselben,

unbekannte Blätter mögen mich scheuen.

 

Doch es ist dein wunderbarer Garten,

ich erkenne ihn wieder in jedem Lied,

das ich in Gedanken für dich singe.

Ich bringe dir diese Bilder gerne mit.

 

In jeder Strophe, in jedem Refrain,

sei er noch so absonderlich im Reim!

Da bewege ich mich auf bekanntem Terrain,

lege in jeden Vers einen ergiebigen Keim.

 

Liebste, lass uns versinken in

einer einzigen Umarmung, dabei

das gesamte Bliestal umfassend,

zeigen wir Erbarmen mit dem großen Fluss!

Tun wir das noch Ungetane

lassen wir passieren das Ungeschehene,

verlangen wir kein anerkanntes Visum,

vom Unbekannten sichten wir das nie gesehene.


2024-11-01

Neue Kolumne - Neue Kolumne -

Kolumne "Notizen eines alten Mannes", die Erste:

unter diesem namen werden meine künftigen Artikel erscheinen. der stadtwolf hat ausgedient.

 okay, ich gebs zu, ich bin nicht weiter up to date!  habe so meine malaisen, die noch junge bekommen haben in den letzten vier Jahren, ansonsten: ich lebe noch. als stadtwolf habe ich wohl ausgedient, es hat keine kommentare gegeben, weder zuspruch noch ablehnung, noch sonstwas dazwischen. er ist abgewandert, wohin, bleibt ihm überlassen.

also müsst ihr mit mir vorliebnehmen: dem autor des stadtwolfs himself. stellt euch schon mal drauf ein: arztgespräche über krankheiten, jammern übers eigene befinden, sozialgejammer, popgejammer, rentnerspleens, und was es sonst noch an altersannehmlichkeiten gibt in diesem landstrich, der sich bliesgau nennt.

ich werde jetzt tacheles reden - ihr dürft mich bei meinem richtigen namen ansprechen/anschreiben/anschreien/anschießen ( = Rudolf Schwarz, obschon ich nach wie vor Philip Sutaio bevorzuge). ihr habt richtig gelesen: an-sch-ie-ßen. aber nicht wörtlich gemein, bittesehr. und mit dem nötigen humor versehen, wohlgemerkt.

es gibt nur zu gewinnen, verloren habe ich schon genug: freunde, freundinnen, verwandte, kollegen und -innen, vertrauen, liebeswünsche, sehnsüchte, ängste ............... fehlt noch was!?

da ich kein automobil mehr besitze, ist mein radius stark eingegrenzt, ich bevorzuge die provinzstadt Blieskastel, die auch das lieblingsopfer des stadtwolfes gewesen ist. viel wird sich thematisch da nicht ändern. meine ironie wird sich schon noch einiges einfallen lassen (müssen). ich kann nix versprechen, lasse es auf mich zukommen. 

Also, bis neulich.