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2024-07-16

Hört das irgendwann mal auf?

Wir leben in unruhigen Zeiten, fürwahr. Raue Sitten in Deutschland und anderswo. Ich frage mich ernsthaft, ob wir noch Europa sind oder bald kassiert werden von Asien? Aus meiner Frage spricht die Furcht, europäischen Niedergang zu erleben, was mit der Erstarkung der Rechtspopulisten zu tun hat. Vor fast zehn Jahren konnte ich noch leicht darüber lächeln, über den schleichenden Rückschritt, der uns damals drohte. Jetzt ist er da, nicht mehr so schleichend, wie damals befürchtet. Jetzt fängt er an, uns im Alltag zu beherrschen.

Es ist traurig, mitanzusehen, wie Orban macht, was er will - er fährt Europa (die europäische Idee!) mit unschöner Regelmäßigkeit an den Karren. Dabei wäre es wichtiger, für Europa zu denken, zu planen und daran mitzuarbeiten, was aus der Idee - geeintes Europa - werden soll. Soll noch was werden?! Sie reden von Veränderung, auf keinen Fall diesen Zustand beibehalten. Unabhängige Staaten und ein vereintes Europa?

 Ja, was denn jetzt!

Dass sich Brüssel und Rom, Brüssel und Berlin, Brüssel und Paris usw. usf. nicht einigen können ist ein Faktum, so lange diese Idee und ihre Umsetzung besteht. 

Wie könnte es denn euerer Meinung nach zu einer kommen? Macht mal Vorschläge. Sendet sie nach Brüssel und/oder an die jeweiligen Hauptstädte. Ich hatte mir so sehr   e i n e   europäische Hauptstadt gewünscht. Es gab Meinungen darüber, öffentliche Meinungen -  wo sind die Verwirklichungen, die Schritte, die Gespräche, die Diskussionen, die Visionen? 

Ungarn First, Italien First, Frankreich First ........ Liechtenstein First. Wie langweilig. 



2021-06-07

Die Eigenschaften eines Stadtwolfs - frühsommer 2021

wölfe sind beileibe nicht namenlos. sie geben ihren nur nicht allzu gerne preis. das mag am zunehmenden alter der streunetiere liegen, aber sie verheimlichen sie auch aus überzeugung. es sind nunmal eigenwillige zeitgenossen. keinem autokratischen herren oder edlen herrin verbunden, niemandem hörig, nur ungehörig, wenn es um soziale anrüchigkeiten geht. wie nur kann ein solch geballtes individuum der freiheit in einem stadtdschungel überleben? was hält ihn am leben, von gerüchen & gerüchten allein kann er nicht existieren.
tja, wölfe sind überdies doch, durch die Bank weg, allesamt künstler - künstlerisch aufmüpfig im geheimen, im offenen & im anarchischen dasein. alles, was ein städtischer speissbürger nicht gebrauchen kann, selbst in größeren Orten wie diesem nicht. 
 
wer noch verträgt "freiheit"? nicht nur tierische, sondern menschliche? sind menschen vom land freier als die in der stadt?! weshalb begibt sich ein wildtier in städte, in denen es schlecht existieren kann!? macht er sich ein bestialisches vergnügen daraus, seine mitbewohner, die ihn nicht nur nicht dulden, sondern ihn ausrotten wollen - aufzusuchen & ihnen die verlockungen einer animalischen gegenwirklichkeit vor augen zu führen? nur, um sie derselben eigenschaft zu entlarven!? ich bin mir nicht sicher, dass dies ein so genialer gedanke war, den citywolf in blieskastel heimisch werden zu lassen. er ist zu unbequem. schließlich jagt & erlegt er tödliche vorurteile, zerlegt sie & wirft sie seinem sarkasmus zum fraß vor. 
auch eine art, sich sittlich daneben zu benehmen, möchte man meinen ..... wird man überhaupt davon satt?

2016-08-19

Ueberfluss im Ueberdruss

Ueberfluss im Ueberdruss

mann o mann, habe ich die social media-seiten über! facebook müsste liquidiert werden, so stinkt´s da zum himmel.
die echten, wirklich echten, wahren, tiefgehenden, um sich greifenden, herzzerreissenden freundschaften gibt´s da eh´ nicht zu finden. vor einigen tagen habe ich mehr als die haelfte meiner so genannten fb-friends in den orkus geschickt. & der papierkorb war auch nicht sehr weit weg. hinweg damit, sondergleichen unpopulaer, die ganze baggage - meist sind es leute aus blk, meinem heimatort, & viele kannte ich nur, weil sie mit dem & dem & der & dem befreundet sind. jetzt sind sie aus meinem gesichtskreis entschwunden, & das ist gut so. auf zu neuen plaetzen, ufern, menschenwesen.

diese stadt hat mir wirklich nur unglueck gebracht, anders ist es nicht auszudruecken.

2015-10-14

Wir steigen hinab

Eigentlich dachte ich immer, es gibt gute menschen hier in meiner Heimatstadt - es gibt sie auch, sie laufen zu hunderten und tausenden herum.
sie sind gut zu sich selber und zu ihrer Familie und zu freunden - der rest ist ihnen schnuppe. soll ich noch ein Beispiel bringen? oder ist es genug? hat jedermann schon einmal so oder so ähnlich vernommen, nicht wahr?
wie stehts, wenn es um die meinungsäusserung geht? wie weit darf ich gehen, bis man mir die fresse poliert!? nun gut, ich bin über achtzehn und werde wohl wissen, wie weit ich gehen kann. aber wie steht´s mit leuten, die kaum über ihren tellerrand gucken können (hat nix mit körper-, eher mit geistesgrösse zu tun)? dürfen die alles sagen, und ich soll´s maul halten? aber ich denke, ich muss noch konkreter werden.
am vorigen sonntag war´s, in Blieskastel aufm Marktplatz, cittàslow-markt nennt sich das Event - traf ein jüngeres, mir gut bekanntes Ehepaar, sie stiegen gleich in die vollen, Thema Numero zwei in diesem unserem land: Flüchtlinge.
sie (!), voll in medias res gehend mit ihren Argumenten: von wegen die deutschen Mädchen und Frauen wären jetzt noch sicher. es kämen lauter junge Männer aus syrien hierher, die voller männlicher Hormone steckten, da wäre es nur eine frage der zeit, bis es zu Vergewaltigungen komme.
am liebsten hätte ich mit einer adäquaten Gegenfrage geantwortet.

 HÄ????? Geht´s noch!?

stattdessen stammelte ich irgendwas von: die deutschen jungen Männer sind auch hormongesteuert. ich habe aber  heute noch keine frau vergewaltigt. Aber sogleich konnte ich feststellen, meine Zuhörerschaft schrumpfte auf null zusammen.
fast schien es mir, dass sie mich auf der stelle niederschreien wollten, so aufgebracht gaben sie sich. & allmählich dämmerte es mir, weshalb sie so agressiv gegen mich vorgingen: ich habe in letzter zeit viel auf Facebook für die Flüchtlinge gepostet, was man halt so tut, wenn man seine Meinung über dieses Thema äussern möchte. auch ihnen sagte ich nochmals, was ich von den Flüchtlingen halte. dass Deutschland junge leute brauche, wir gar nicht mehr in der lage sind, so viele nachkommen zu zeugen, dass es uns in dreissig oder weniger jahren noch so gut wie heute geht - dass die Flüchtlinge vor dem krieg in ihren ländern fliehen, weil sie nicht getötet werden wollen, weil sie angst um ihre kinder haben .......
es handelt sich bei der frau sogar um eine meiner Facebook-freund/-innen. Sie sahen mich so entgeistert an, als hätte ich ihnen soeben erzählt, VW, BMW und Mercedes wären von den Chinesen gekauft worden.

wir steigen hinab, das ist sicher. unser ast bricht ab, weil zu viele darauf sitzen wollen. der baum, der unsere Sicherheit symbolisiert, ist am abkacken. wir werden den boden unter den füssen verlieren. wir werden alle umgebracht werden. Deutschland wird ein IS-Aufmarschgebiet. bald wird der sarazenische Krummsäbel bei der Bundeswehr eingeführt. Aladdins Wunderlampe hat versagt, denn sie hat uns keine Erleuchtung gebracht.

geht´s noch, liebe deutsche? haben wir noch alle Tassen im schrank, noch alle mäuse auf´m speicher?

zwar war ich damals noch nicht auf der welt, aber ich kann mich noch gut erinnern, dass Deutschland auch einmal ein flüchtlingsland war, 1945 bis ca. 1954. damals waren nicht wenige überaus dankbar, dass sie ein bisschen butter aufs Brot bekamen, für lau, versteht sich. überleben nannte sich das, schon vergessen!? nur hatten wir zuvor einen Weltkrieg angezettelt, halb Europa in brand gesteckt und jammerten bitterlich, weil ein paar deutsche Zausel ihr so genanntes angestammtes Heimatland verloren hatten.

eines kann ich versprechen, ich werde meine klappe nicht halten und meine Meinung weiter sagen, herausbrüllen, heraustoben, hinausposaunen mit pauken und trompeten, und natürlich posaunen, und ich werde nicht davon abweichen.

niemand ist eine Insel. egal, wer dies sagte, wir sind nicht alleine auf der welt. und schon gar nicht der Mittelpunkt.


2015-06-17

Die Tristesse hat viele Wege in Blieskastel

Wohin ich auch gehe, in jener Stadt sind Spuren zu erkennen, die mich traurig stimmen. Spuren natürlich aus der Vergangenheit, ebenso aus der unmittelbaren, die nicht viel Gutes bereithält. 30 Jahre zuvor schrieb ich - in Anlehnung an bestimmte Schriften von Hermann Hesse - als so genannter Müssiggänger über die Innenstadt Blieskastels. Ich bekenne freimütig, heutzutags hat sich an der Stadttristesse nichts, aber auch gar nichts geändert. Nur die Menschen sind älter geworden, viele sind verschwunden - Was ist mit den jungen Menschen? Sind sie allesamt verblödet oder weggezogen? Leider hat meine damalige verhältnismäßig annehmbare Noch-Jugend keinerlei Spuren hinterlassen. Dreissig Jahre sind eine lange Zeit, ein halbes Leben. Es ist Winter geworden in meinen Gedanken, und nicht nur dort. 
Deswegen trauere ich jedoch nicht, ich trauere um eine Ahnung, die ich damals hatte, und die mich bis heute nicht verliess. Es scheint ein Umbruch vonstatten zu gehen - aber dauert es wirklich so lange, dreissig Jahre?! & Was, bitteschön, kommt da auf uns zu, was auf- oder abgebrochen werden soll, etwa eine neue Ära? Die saarländische Tristesse womöglich?

Es ist kaum ein Wandel sichtbar, den man als solchen bezeíchnen koennte. Wenn ueberhaupt etwas    s i c h t b a r      ist, dann der Nebel der Erkenntnis. Der ist naemlich milchig-trueb.

Vielleicht geht eine Aera zuende, die Zeit der Demokratiebewegungen der sechziger, siebziger und x-er Jahre, vielleicht. Allenthalben sehe ich das Schlagwort "Demokratie-Abbau", es scheint sich zu etablieren, vielleicht wird´s sogar schick, davon zu reden. In Ungarn ist es offensichtlich, da kommt was Uebles auf die Leute zu, wovon ich jedenfalls nicht einmal zu traeumen wage. Und wenn diese ueble "Bewegung" nach Deutschland uebergreift!? Werden wir aus der Geschichte etwas gelernt haben, oder: WERDEN DIE EUROPAEER AUS DER GESCHICHTE GELERNT HABEN???????




 


2015-01-14

Endlich wieder was zum Lachen!

ohne aus meiner tuer gehen zu muessen, weiss ich um die vorgaenge in der welt, respektive in blieskastel, dem kleinod-ort (dem kleinen, oeden) im mittleren bliestal. & als streunewolf, der sich von aasgeiern und coyoten die nahrung wegstehlen laesst, weil er alt & grau geworden ist, weiss ich, dass es was belustigendes ist, von dem ich hier berichten will. 

die rede ist von den beiden ausgefallenen fastnachts-events in blieskastel, dem rathaussturm und dem karnevalsumzug.

eines muss ich vorweg sagen: ich bin ein karnevals-muffel und -fluechter seit vielen, vielen jahren.

& da ich aus persoenlichen gruenden nicht mehr vor der karnevalszeit fluechten kann, muss ich hier rumsitzen und schreiben. 
denn: was ist so schlimm daran, karnevals-events ausfallen zu lassen? der entgangene verdienst? dass man ungestraft sex mit fremden haben kann ueber die tollen tage?! dass ich nicht lache! als wenn dafuer die tollen tage der einzig willkommene anlass dafuer waeren!

was auch immer die buergermeisterin bewogen hat, den rathaussturm abzusagen, eines ist sicher: sie ist meisterin darin, sich laecherlich zu machen. pappnasen um sie herum gibt es genug, ihr hofstaat laesst sich darin wahrlich nicht lumpen, den dummen-august zu geben, & schoen brav und geziert uebers jahr verteilt ihre fastnachts-sottisen & -plattheiten unters profane volk zu mischen. mich bringen sie jedenfalls immer zum lachen, wenn sie was vorhaben, vertuschen oder sonstwie bei einer sache, wo´s wirklich brennt, versuchen, den schwanz einzuziehen.

das wort "karneval" hat einen, in seinem wortsinn enthaltenen, bezug auf die "fleisch-"lose zeit der bevorstehenden fastenzeit bis ostern, da ich als karnivore (sic!) diese zeit bei weitem nicht verstehen kann, verstehe ich auch nicht, wieso man diesen spektakulären rathaussturm in diesem jahr unter den tisch fallen laesst. & (als reaktion?) gleich noch den karnevalsumzug dazu!? dadurch wird doch die fleischlose zeit nur unnoetigerweise vorgezogen - & mit schnellem, besoffenem sex ist auch nix mehr zu machen.

um fastnacht/karneval reisse ich mich beileibe nicht, ich reisse lieber ein fettes taeubchen oder eine dumme, alte gans, die mir ueber den weg laufen, wenn ich einen schlechten tag habe.
ansonsten beissen sich die herrschaften blieskastels bei der absage dieses kulturell aeusserst fragwuerdigen events doch nur selber ins eigene fleisch. profitieren werden davon andere staedte im bliestal, die solches getue noch nicht auf ihre fahnen geschrieben haben. 

es waere schoen, wenn in diesem und den naechsten jahren das bauernfest, das oktoberfest, fronleichnam, weihnachten, ostern, pfingsten & das diner in weiss abgesagt wuerden. gruende dafuer gibts sicher keine, aber ich wuerde es begruessen. denn ich habe meine gruende.

2014-12-15

Blieskastel mon amour - 2. Teil -

Etwas sentimental klingt es wohl, wenn ich hier behaupte, es gäbe nur eine einzige Heimatstätte für mich, das stimmt so nicht, ich zähle viele Orte zu meiner Heimat, jedenfalls hier im Bliestal. Manche sind lediglich in der Vergangenheit auffindbar, wenn Zeit überhaupt eine Heimat sein kann.
Ich weiss, viele meiner Leser werden diesen Gedanken noch nicht so intensiv verfolgen wie ich es tue, aber dennoch will ich es aussprechen: Ich werde hier in diesem Dorf einmal sterben und womöglich auf dem hiesigen Friedhof begraben werden. Was ich jedoch in den letzten Monaten ablehne, denn ich wünsche mir, dass meine Asche unter meinem Nussbaum im Garten des elterlichen Hauses begraben oder in die Blies gestreut wird.

Ein frommer Wunsch!?
 Weit davon entfernt, fromm zu sein, oder es im Alter zu werden, lehne ich es auch ab, darüber zu diskutieren, welches nun die richtige Bestattungssitte ist. Sie liegen allesamt richtig. Nur der Pomp und die falsche Rührseligkeit sollten aussen vor bleiben. Und der heilige Staat mit seinen Beerdigungsrichtlinien, einer kleinen, aber feinen Geldquelle von jeher.Die nach 25 Jahren die Gräber schänden, indem sie "aufgelassen" werden, um Platz für neue Tote zu machen. Mit kirchlichen Weihen wird man begraben und mit friedhofsamtlichen Würdelosigkeiten wird man, was noch von einem übrig ist, ausgegraben und beiseite gelegt. Ist das "die EWIGE Ruhe?




2014-07-30

Blieskastel mon amour 1. teil

normalerweise strotze ich im monat mai vor kreativitaet - aufbruchstimmung allerorten. in diesem jahr nicht. es geht einfach nicht! nicht voran, nicht bergab, nicht vorwaerts, aber auch nicht rueckwaerts.
was ist geschehen?

diese stadt bringt mich noch um. besser gesagt, ihre buerger, und deren umgebung, das bliestal. diese gegend macht mich muerbe an koerper und geist. ich weiss schon seit vielen jahren, dass man sich auf niemanden in dieser gegend verlassen sollte. mir wird immer wieder bestaetigt, von vielen seiten, dass ich das lassen sollte. ich kann´s nicht lassen, leute. auch ich benoetige ein wenig aufmerksamkeit, freundlichkeit, freundschaften. wie oberflaechlich bekanntschaften sind, weiss bestimmt jeder, der auf der straße einem bekannten begegnet.
es regnet woerter, oder es regnet keine woerter.
die letzten jahre ueber kokettierte ich damit, lieber keine freunde, dafuer umso mehr feinde mein eigen zu nennen. die freundschaften waren stillgelegt oder ins nichts verschwunden. jetzt sind sie wieder da, aber sie sind nichts mehr wert.
der wind hat sich nicht gedreht, im gegenteil, es ist verdammt einsam hier in dieser windigen stadt, ohne windrose auskommen zu muessen.