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2024-11-26

ein Gedicht für den November, der bald vorüber sein wird

Habe ich

 

Habe ich dich je geliebt?

Habe ich je den Schnee geschmeckt,

der auf deiner Fensterbank lag,

du hast ihn weggefegt,

gierig habe ich ihn aufgeleckt.

 

Habe ich dich je geliebt?

Mein Sehnsuchtsort: dein Lächeln.

Das zur Tür hereinkam, ehe

die Dame ihm auf den Fersen war.

Ich löste ein Ticket ohne Rückfahrt.

 

Habe ich dich je geliebt?

Eine Bitte war wie ein stolzer Pfau,

der in der Hitze sein Feuerrad schlug –

es war nicht in Indien, es war nur Trug.

Ich habe dich geliebt und liebe dich noch.

 

Habe ich dich je geliebt?

Meine Hände sagen es, die Augen.

Mein Mund sagt es, die Silben.

Mein Atem sagt es – die Tränen.

2023-05-21

Phil Sutaio # singer-songwriter

Ein paar Erinnerungen gefällig?
Sieben Jahre isses her, dass ich eine eigene CD angekündigt habe, "Wer schützt uns vor dem Krähengespött?" - zwei Exemplare habe ich verkaufen können, meine zwei Lieblingsfrauen Blieskastels, die ich beide überaus schätze, hatten sie erstanden. Was mir überaus peinlich war, als ich das erfuhr.
Den Karton mit den  gefühlt fünfzig CDs habe ich noch in meiner Bude rumstehen. Heute habe ich ihn noch einmal durchgesehen, wollte das gesamte Konvolut in den Müll schmeißen. 

Woran liegt´s? 

Ich bin nie live aufgetreten, habe also kein Publikum, das mich verehrt, vergöttert und mir alles abkauft, was ich jemals für den Musikmarkt abgesondert habe.
Habe ich es mit dem Verkaufspreis übertrieben, waren 15 Euro zuviel für eine selbsterstellte Doppel-CD mit eigenem  Booklet? Also, eines weiss ich gewiss: mit der Promo (deutsch: Reklame für ein Produkt oder eine/n Künstler*in) übertrieb ich es nicht. Die war definitiv zu gering. Ich habe ein DIN A 4-Poster mit dem Cover der CD und meinem Portrait in einem Laden und einem bekannten Cafe aushängen lassen - keine Reaktion. 

Damals habe ich die CD aufm Flohmarkt verkaufen wollen, dito Reaktionen bzw. Flop!

Jetzt ein Sprung in die Fast-Gegenwart: 2022 nahm ich wieder auf, eigene Songs, mit eigenen Texten, weil die Zeichen günstig standen - sprich, die alte Schreibwut war wieder da, die Betonung liegt auf Wut. Die Songs kürzer, schlanker und wunderbar aus der Zeit gefallen, meiner Ansicht nach. Es sind nämlich ein paar Liebeslieder auf der CD, schon mal was davon gehört!? 

   L-i-e-b-e-s-l-i-e-d-e-r   !!

Und Lieder über den Überfall Putins auf die Ukraine, welches im Frühjahr 2022 mein Hauptthema darstellte, ich habe etliche Texte zum Ukrainekrieg geschrieben, nur einen Song davon habe ich auf "Keine Antwort" - so heisst die CD - genommen. Habe noch nicht einmal einen derartigen Song aus jener CD auf Soundcloud veröffentlicht. Woran es lag!?

Siehe weiter oben.  

... und ich erwähne auch nicht, dass eine Nachfolge-CD "AbschiedsSymphonie" betitelt in Arbeit ist. Und die schon ziemlich lange, aber das tut nichts zur Sache. Sie ist eine einzige Hommage an meine kranke Lebensgefährtin. Wann sie fertig sein wird, ist mir noch nicht so bekannt. Ich habe mindestens sechs Songs geschrieben, zwei sind als Demos - oder Gedächtnisstützen - bereits aufgenommen. Der Rest von insgesamt zwölf Songs wird auch das Tageslicht erblicken - noch in diesem Jahrhundert, versprochen!!!

Wer sich für meine CDs interessiert, der kann mir ja virtuell und realiter auf die Schulter tippen und mich anquatschen, ich verstehe deutsch. Ich bin ein Dichter/songwriter deutscher Zunge. Nicht übertrieben bekannt auf der Welt, aber ich will mich darum bemühen. Hab ja nochn bisschen Zeit.

2022-12-06

Liebgewonnene Klassiker dürfen nicht sterben!

Da gibt es - noch immer! - eine kleine, feine Band, mittlerweile haben über vierhundert Leute mitgespielt, Platten aufgenommen, Tourneen unternommen. Es gibt sie in vielen Besetzungen seit 1969 - eine der wenigen deutschen Bands, die unter "KRAUTROCK" firmieren müssen - welch ein hässliches, daneben liegendes Wort. Die Rede ist von "Embryo", der Jazzrock-Band von Christian Burchard. Habe sie nie live gesehen, nur ein paarmal im TV, was auch wieder fast ein halbes Jahrhundert her ist.  Für diese Band lasse ich alles andere, was in dieser Zeit des Krauts erschien, stehen und liegen - die Band ist die reine Wonne! Schwierig zu konsumierender Jazzrock entwickelte sich gegen Ende des Jahrzehnts zur Weltmusik. Die CD "Embryo´s Reise" kündet davon, von der Reise nach Afghanistan, Pakistan und Indien, mit Frau und Kind, Ross und Reiter und sehr viel Neugier auf die Menschen dieser Länder. Einfach nur wunderbar! Alle möglichen Einflüsse aus den genannten Ländern, sowie Teilnahme einheimischer Musiker, machen die beiden Platten zu einem Juwel.
Ich habe mir die Doppel-LP vor eineinhalb Jahren zugelegt, kostete ´n Schweinegeld, aber es hat sich gelohnt. Ich bin heute noch froh, sie als LP erwischt zu haben. Inzwischen ist sie bei Amazon (!) nur noch als CD erhältlich. Mittlerweile besitze ich weit über ein Dutzend ihrer CDs aus vielen Schaffensperioden, und fast jede haut mich um. Die Musik ist hochkompliziert und für mich schwierig nachzuempfinden, aber ihre Schönheit sucht ihresgleichen. Leider sind zwei ihrer langjährigen Mitglieder, Roman Bunka und besagter Christian Burchard tot, Roman Bunka starb in diesem Jahr, C. Burchard 2018. Für mich die hervorragendsten Musiker aus Deutschland, die innovativ musizieren durften. Ich will keine Vergleiche zu anderen, "echten" Krautrockern ziehen, aber sie, Embryo, sind und waren keine, sie sind Weltmusik, Jazzrock und das Beste, was Deutschland an moderner Musik zu bieten hat. Es gibt sie noch, die Embryo, bald kommt per Post ihre CD "Auf Auf" von 2020 zu mir. Christian Burchards Tochter Marja leitet die Band mittlerweile. Bin gespannt auf diese Musik!


Ein weiterer Lieblingsklassiker, eine Live-Aufnahme von 1976 in Montreux, von Leonard Cohen, gestorben 2016, landete, während ich diesen Artikel schreibe, per Post in meinem CD-Player. Die CD kaufte ich mir aus dem einen Grund, dass ich ihn und seine Band in jenem Jahr live in Saarbrücken in der Saarlandhalle erleben durfte. Sie dauert 125 Minuten, hat nichts verloren an Charme und Esprit dieses großen, großen Poeten meiner Jugend. Meine Cousine B. fuhr an jenem Abend im Mai 1976, wir waren so ergriffen von den bekannten Liedern, dass wir beide weinten vor Glück. Bei meinen Tränen war eine gehörige Portion Unglück beigemischt - aber das nur nebenbei. Leonard Cohen live zu erleben war für mich was einzigartiges, und das 1976! Er sang auf deutsch "Die Gedanken sind frei" gegen Schluss. Ich habe es nie vergessen, Leonard!
Später verblassten seine Platten/CDs mehr und mehr, aber ich habe sie alle gesammelt, höre sie aber leider sehr selten. Seine Texte sind für mich seit Jahrzehnten Vorbild, in seinen Romanen, wie "Das Lieblingsspiel", sah ich meine erste große Liebe umhergeistern. Sie passte zu "Marianne", aber die kommt in dem Roman nicht vor. Meine damalige Liebste war auch nicht drin, zu keiner Zeit .....
So, genug spintisiert. Gedanken eines alten Furzes gehören aber hierher, denn es handelt sich um mittlerweile "alte" Musik aus unterschiedlichen Sparten. Aber es ist Musik, alles ist Musik. Wenn wir alt werden und sterben, werden auch wir Musik. Musik des Weltalls - weil wir sehr, sehr lange unterwegs sein werden.

Am kommenden Samstag wird noch eine CD geliefert, Leonard Cohen live in Tel Aviv, Aufnahmen von 1972. In jenem Jahr kam eine Live-Lp heraus, grottenschlecht aufgenommen, die Lieder waren auch nicht gerade vom Feinsten in Arrangement und Darbietung, viele waren auf der Bühne textlich improvisiert - faszinierend trotzdem für mich, Leonard Cohen, Mann! Jetzt lebt er in seinem besungenen "Tower of Song". Hoffentlich hat er die beste Gesellschaft, die man sich ihm wünschen will. So long.

Veröffentlicht am Die, 6. Dezember 2022

P. S.: Wollt ihr noch mehr von meinen persönlichen Klassikern lesen!? Teilt es mir mit.

2020-09-23

BEKENNTNISSE 2


Wer will noch Gedichte lesen? Sind Lyriker allesamt Spinner? Nimmt irgendjemand noch wahr, dass es Schriftsteller, ja, Dichter, gibt, die im Verborgenen existieren und ungelesen vor sich hinschreiben? Manchmal hatte ich Zeiten, da hing ich an jedermanns und jederfrau Rockzipfel (bitte NICHT falsch verstehen, es ist nicht sexistisch gemeint!), um Aufmerksamkeit zu erhalten, bei dem, was ich so vor mich hin kritzelte. Es waren nur die falschen Vorgehensweisen, um reich und berühmt zu werden. Hat wohl nicht so richtig funktioniert.

Und was mache ich jetzt!?

Ich hole tief und verwegen Luft und – tue wieder beinahe das Gleiche, was ich immer tat. Das Internet unsicher machen mit meiner Anwesenheit, dabei weiß ich genau, dass der Erfolg (die Ehre, die Anerkennung, das Lob!) wie früher auch ausbleiben wird. Kann auch sein, dass ich von Russland und/oder China ausspioniert werde, weil ich so hartnäckig poste und nach Ruhm und Ehre lechze. Dabei bin ich kein Jungspund, eher ein alternder Macho-Affe, der sein Dschungelcamp verlässt, um sein Glück im Altersheim zu suchen.

Wenn das Glück dort nicht ist, wo ist es dann?

Kein Schriftsteller/Dichter lässt sich gern in die Karten gucken, so ist es auch bei Musikern, und zwar ebenso aus ihrer Sicht wie aus der der Öffentlichkeit. Es zählt nur das Ergebnis. Und das Publikum ist eine Diva, die launisch und wählerisch aus Unterhaltungshunger heraus ihr Urteil fällt, was lesenswert, hörenswert oder wertlos ist.

Nach wie vor schreibe ich. Dies ist eine Drohung, jedes Mal, wenn ich dies sage, könnte es zum Eklat kommen, denn der Dichter hat nicht zu tönen, er hat zu schweigen und seine Bücher zu veröffentlichen, ohne über sie zu reden. 

 

2020-09-20

BEKENNTNISSE 1

Bekennen - Aber keine Beichte! Die Leser werdens ahnen: einmal mehr will ich über mich schreiben, wie es mir erging und ergeht, was ich so tue oder nicht tue. keine seelenschau, aber ein striptease der absoluten, gefühlten NACKTEN Sorte. Hier dargebracht in mehreren, in unregelmäßigen Abständen veröffentlichten Beiträgen.
Neuerdings brauche ich doch ein gewisses Publikum, denn ich bin einsam, fühle mich allein gelassen, von Freunden und Verwandten, selbst von freundlichen Verwandten.
Je mehr ich schreibe, Beobachtungen und Gedanken vorausgegangen, hinterhergeschickt das Verlangen nach einer gewissen "Normalität", was auch immer ich darunter verstehen mag, in meinen „späten“ Jahren, ich werde in ein paar Tagen sechsundsechzig Jahre alt, es wird manchen von den Lesern befremden. Doch dafür hatte ich schon immer ein gewisses Talent, die Leute vor den Kopf zu stoßen. Tut mir leid, Leute, aber mein Verstand ist ein altes Weib, das schon mal bessere Tage gesehen hat – Nur, wann die waren, weiß es selbst nicht mehr…..

Widersprüche sind zuhauf vorhanden, vor allem die letzten Monate haben zugesetzt an solchen Irrtümern und Halbirrtümern, die lediglich die Trümmer meines Selbstbewusstseins darstellen. Einerseits im Ruhestand, da ich nunmehr seit drei Jahren in Rente bin, andererseits im Unruhe-Zustand, der sich seit meiner frühesten Jugendzeit bis heute fortsetzt. Mögen sich seine Hauptnenner ein wenig verschoben haben, so sind es heutzutage die eine Hauptsorge, nicht mehr wahrgenommen zu werden. Das Gegenteil war einst der Fall. Ich habe den Verdacht, dass ich im Leben einer Lüge, einer Selbst-Lüge, aufgesessen bin – Und die Tatsache, dass es nunmehr zu spät ist, sie zu korrigieren oder in andere Bahnen zu lenken, darüber grübele ich unaufhörlich, tagein, tagaus. Gepaart sind jene Gedanken mit, zugegeben, ein wenig Nostalgie, momentan erinnere ich die Jahre meines beginnenden Verstandes, als ich fünfzehn, sechzehn Jahre zählte – Das waren die Jahre 1969 bis 1970, eine äußerst schwierige Zeit, die mir außer der Musik nicht viel Gutes eingebracht hat. Und im Nachhinein prägten mich diese zwei Jahre für beinahe mein gesamtes Leben. Und als ich zu glauben begann, endlich ein wenig Verstand zu besitzen, erwies sich dies später ebenso als Irrtum, wie auch der lebenslange Gedanke, berühmt zu werden, als talentiert zu gelten und mit meinen Gaben und Eigenschaften reich und anerkannt werden zu können. Mit vierzehn verfasste ich mein erstes ernsthaftes Gedicht, wenig später den ersten Liedtext samt seiner Vertonung. Allesamt dilettantisch, rappelschlecht und überkandidelt. Erst ab Mitte der siebziger Jahre kamen erste Edelsteinchen zum Vorschein, hier und da einer, es machte Spaß, seine eigene Entwicklung zu begreifen, ich wurde hungriger und hungriger nach der eigenen Kreativität.
(------> wird fortgesetzt)

2016-04-26

nachtgedanken eines songschreibers

kaum ist die letzte cd abgeschlossen, nehme ich die nächste in angriff, wieder sollen es zwei wohlgefüllte CDs werden. jedenfalls ist das der heutige stand. die Ideen überschlagen sich, aber das ist wohl ein eher schlechtes zeichen, weil ich die wenigsten umsetzen kann und werde.

woran es liegt? es ist stets das gleiche: keine auftritte, keine verkaeufe, weder in blk noch anderswo im saarpfaelzischen raum. vielleicht bin ich ein hasenfuss, weil ich nicht auftreten will?!
ein ehemaliger mitmusiker, sowie etliche leute aus der vergangenheit, sagten mir immer wieder, ich solle nicht singen. sie konnten meiner stimme nichts, aber auch gar nichts, abringen. doch keiner konnte sagen, warum.  sind sie noch groessere hasenfuesse?


ein positives beispiel:
ich veroeffentliche einige lieder auf soundcloud & bekomme hie und da ein paar kommentare zu den songs. es hat noch niemand ueber meinen gesangsstil gelaestert. ich finde das schon merkwuerdig.


aber was kann ich schon von leuten erwarten, die von bob dylans stimme behaupten, er könne nicht singen!?
bob dylan ist einer meiner grossen vorbilder, aber ich ahme ihn nicht nach. darueberhinaus weiss ich, dass das wichtigste an einem rocksong der text ist, sogar im klassischen Rock ´n´ Roll - das kapierte auch keiner meiner alten musikergenossen aus vergangenheit und gegenwart. 

zurueck zu meiner neuesten CD - die 23 songs sind einem rahmenthema untergeordnet, der sicht auf den krieg und die erlebnisse der einfachen menschen, soldaten und andere leute. die texte zu schreiben fiel mir nicht schwer, da löste sich entwas in mir, als ich sie runterhaute - ja, runterhaute, manchmal drei stück an einem einzigen nachmittag, und das ganze in zwei schüben, einer im august, der andere im dezember 2013. ich gab sie meinem französischen freund zu lesen, etwa ein jahr später, dieser war tief beeindruckt von dem konvolut.
die musik - oder besser gesagt, die vertonung der texte war ein schwierigeres ding. im februar 2015 hatte ich ungefähr 16 songs geschrieben und aufgenommen, es fehlten noch acht, um die platte zu vervollstaendigen. es lief nichts mehr, es ging nicht weiter. im januar schrieb ich noch mindestens zehn texte, die nicht zum thema weltkrieg eins gehoerten, einfach nur, um weiterzumachen. sogar manche skizzen habe ich komponiert. aber das gegenwaertige grossprojekt stand still - bis zum november 2015. dann gings auf einmal wieder, schlag auf schlag, song auf song, bis auf einen, den musste ich weglassen. dafuer habe ich zwei selbstzensierte "outtakes" wieder hereingenommen, sie zaehlen mittlerweile zu meinen groessten favoriten. einen davon habe ich auf soundcloud veroeffentlicht.

im grunde genommen bin ich ein wenig stolz auf meine arbeit an dieser doppel-cd. sie ist kein meisterstueck, aber ich weiss nun, wie es ist, beinahe professionell und allein, mit nur zwei zeitweiligen begleitern, musikalisch zu arbeiten. cherio!!

2015-11-28

Gestatten? Philipp Sutaio´s neuestes Werk, das im Februar 2016 herausgekommen sein wird

Stimmt es, dass Eigenreklame stinkt?!
Ist ja vermessen, was ich da tue: die Werbetrommel rühren für mein neuestes musikalisches Werk, das erst noch erscheinen wird, wieder eine Homerecording-CD, wieder das Layout selbst fabriziert, die Musik auf den beiden CDs hat sich wenig nur verändert - Es wird seit etwa einem Jahr mit offenen Stimmungen experimentiert. & prompt habe ich mich in die Open C-Stimmung verguckt. Sie klingt nämlich auf der 12saitigen Gitarre am besten. & mein (neuer) Produzent hat mich durchgewinkt mit diesen neumodischen Firlefanz-Klangorgien, sein Lieblingskind ist die 12saitige - & die noch von mir gespielt -  ja nicht gerade! Trotz alledem überraschte er mich - Er spielt nämlich manchmal den elektrischen Bass, die akustische Gitarre & ein wenig Perkussioninstrumente aus meiner Eigenbau-Schmiede. Braver Junge!

Dreiundzwanzig Songs (23!) haben´s auf die CDs geschafft, alle in einem ganz bestimmten Rahmenthema gehalten: dem Ersten Weltkrieg.

Ob´s jemanden interessiert, ist mir eigentlich egal, es war mir ein Bedürfnis, mich über die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts auszulassen. Keine Sorge, eine Fortsetzung, den 2. WK betreffend, wird´s auf keinen Fall geben. & die Songs analysieren, das werde ich schon mal gar nicht, das überlasse ich den Hörern, falls es welche geben sollte.
& hier ist es wieder, das alte Dilemma, in dem ich noch immer stecke: Wie soll ich die Songs bekannt machen, wenn ich nicht auftrete? Es wird definitiv keine Auftritte geben, weil es für mich in Blieskastel keine Auftrittsmöglichkeiten gibt. Wer will schon stinklangweilige Selbstquäler-Lieder eines einzelbrötlerischen, einsamen Schwarzstorches oder die poetischen Ergüsse über Kaiser Wilhelm´s blinden Eifer hören!?

Aber ich liebe die Texte - & die Musik, die stellenweise ganz schön rockig klingt, ein Novum in meinem amateurlichen Werk. Die Aufnahmequalität lässt ein wenig zu wünschen übrig, aber was will ich machen, ich kann mir kein Profistudio leisten. Ich kann mir nicht mal ein Stereo-Mikrofon leisten, aber tricksen kann ich mit meinem kleinen Recorder! &, Hauptsache, die Tracks kommen sauber rüber. Hoffe ich wenigstens.
Momentan bin ich kurz vorm Ziel angelangt, es sind mehr als achtzehn Songs im Kasten, nach einer langen, langen Pause in diesem Jahr, deren Grund ich völlig vergessen habe, nehme ich wieder seit zwei Wochen auf & mische & fummele & trickse wie verrückt am & mit dem Notebook herum, damit die Songs klingen. Seit ein paar Jahren habe ich zwei gute Audio-Bearbeitungsprogramme installiert.

& sie klingen! Darauf gebe ich Brief & Siegel.

Aller Voraussicht nach wird die Doppel-CD am 16. Februar 2016 in Blieskastel erscheinen, in einem kleinen, aber feinen Laden am Schlangenbrunnen, "ETAGERES" heisst er. Der Betreiber hat schon im vorigen Jahr meine vorletzte CD vertrieben.
Vielleicht kann ich sie auch noch weiter vorne, in der City, in einem weiteren Geschäft unterbringen, doch das ist noch nicht sicher. In Blieskastel fehlt ein richtiger hipper Plattenladen, n´est-ce pas?

Nun, bis zum Februar sind es noch einige Wochen, aber die brauche ich, meine Arbeit ist noch nicht zu Ende. Es können noch einige Überraschungen kommen, die ich heute ja noch nicht wissen kann!

Für mich bedeutet es ein langgehegter Herzenswunsch, der in Erfüllung geht, wenn die Platte (sorry: Doppel-CD) erscheint.




NACHTRAG VOM 02. März 2016 ______











Ja ja, es stimmt, die Doppel-CD ist gestern herausgekommen, sie wird von einem kleinen, aber feinen Laden, der Etageres, vertrieben. Ich freue mich, vielleicht kauft sie auch hie und da jemand. Von meiner vorigen CD wurden drei (!) Exemplare verkauft, auch im selben Laden. Lange Zeit war ich überaus enttäuscht und geschockt dazu - aber es legte sich.
Vielleicht hat diese Do-CD ein besseres Schicksal verdient, ich muss die Werbetrommel gehörig rühren, bis jemand auf sie aufmerksam wird.


Dies teile ich der Welt mit, ein gänzlich vollkommen unbekannter Songschreiber hat ´ne eigene CD herausgebracht, in Homerecording-Qualität, mit all meinen Kenntnissen und Fähigkeiten der Studio-Aufnahmetechnik, die drei Mikrofone, zwei Softwareprogramme und viel Arbeit an den Instrumenten und dem Computer beinhalten, aber jetzt ist es geschafft, die Platte ist draussen.............