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Posts mit dem Label Kunst und Kultur in Blieskastel 2021 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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2022-12-06

In eigener Sache und in Zukunft

Verzeiht mir meine Impertinenz - ich bezeichne mich selbst als Dichter, bin aber ein Songschreiber. Zuerst kommt der Text, dann die Musik, so geht es schon seit vielen Jahren. Dass der Text zeitgleich mit der Musik entsteht, kommt äusserst selten vor. Anyway.

 Seit siebzehn Jahren habe ich nichts mehr veröffentlicht. Aber geschrieben wurde die ganze Zeit, mit ganz wenigen Unterbrechungen.

Es gibt da ein kleines Problem: ich brauche ein Publikum, das meine Sachen liest, lesen möchte - danach verlangt!?

Dies ist meine Impertinenz.

Ich gebe zu, dass ich des Eigenlobs voll bin, dreist und widerlich penetrant biete ich mich an wie eine Marseiller Hafenhure. Kleine Kostprobe gefällig?

        KOMETENSCHWÄNE


        ..... der Kometenschwan, der stolz
        an meinem Traum vorüberzieht,
        schaut ihn euch genauer an,
        wie er im Vorüberflug euch ansieht.
        Mein Traum ist zerbrochen,
        der Himmel geteilt -
        sein Auge, es verweilt
        in meiner endlichen Spur.

  Ist Bestandteil einer geplanten Sammlung von Gedichten und Liedern, die im November/Dezember 2022 entstehen sollen. Besteht Interesse an meinen kleinen Texten und Liedern? Ich würde mich freuen, von euch Lesern eine Resonanz, wie auch immer die ausfiele, zu erhalten. Möglichst hier an dieser Stelle, in meinem Blog.

Phil Sutaio/Rudolf Schwarz 2022


 

2022-12-03

Soll der Traum/ die Vorstellung wahr werden?

Mit Slogans ist das so ´ne Sache, aber als ich vor Jahren den besagten an der Bliesbrücke (das Geländer und die Mauer!) las, haute es mich beinahe von der Kiste. 
"Lasst die Traditionen sterben!"
Eigentlich ist das Ausrufezeichen überflüssig, vielleicht habe ich es nur aus eigenem Antrieb hinzugefügt. Anyway, ich muss sagen, der Satz hat Klasse. Er ist an Radikalität kaum zu überbieten, was Kultur und kulturelles Leben anbelangt.
Traditionen gehören zur alten Kultur, wohlgemerkt. Was wir uns in den letzten 120 Jahren angeeignet haben, ist keine Kultur in dem Sinne, bloß "Folklore" - Brauchtum. Das ändert sie eh´ alle naslang, sprich, mit jeder Generation, die heranwächst, mindestens zweimal. Nicht weiter wichtig.
Aber Traditionen - gewachsen seit der Megalith-Kultur, (siehe Gollenstein!) kaum verändert, wozu die Konfessionen nicht wenig dazu beitrugen, sie zu erhalten,  gilt es, geht man nach dieser "Doktrin" aus, alles über Bord zu werfen, was einem normal Sterblichen unter die Haut gegangen ist, seit er das Licht der Welt erblickte.
Ich weiß genau, was jetzt passieren könnte - als eingefleischter Blieskasteler äußere ich mich nicht zu solch dümmlichen Gehirnfürzen, die Sitten ändern zu wollen, da schweige ich lieber und rufe klammheimlich nach der althergebrachten Ordnungsmacht, damit diese solche Verbalinjurien endgültig verbietet. Bei Strafe im Wiederholungsfall, natürlich, selbstredend.
Aber warum, warum, warum keimt in mir der unheimliche Gedanke, die alten, überkommenen Ungesetzmäßigkeiten einfach mal in den Mülleimer zu denken - nur in Gedanken einmal durchzuspielen. Was fiele mir da ein?!
Ich bräuchte nie mehr "Guten Tag" zu sagen.
Kaffee, Zigaretten und Alkohol bräuchte ich nie mehr zu konsumieren.
Ich könnte immer freundlich zu Nachbarn sein, die wiederum wären genauso freundlich mir gegenüber.
Die Polizei, Bundeswehr, Politiker, der blieskasteler und jeglicher Stadt-, Gemeinde-, Ortsrat wären dauerhaft überflüssig. 
Die Zeitungen bräuchten keine Nachrichten mehr zu erfinden.
Die Vulkane bräuchten nicht mehr auszubrechen.
Hochzeiten und Kinderkriegen wären obsolet.
Stadtwölfe wären endlich arbeitslos, denn es gäbe keine Skandälchen mehr aufzudecken oder zu kommentieren.
Und, und, und.
 
Gibt es Einwände dagegen? Ich höre.
 
Wie Sie sicherlich leicht erkennen können, sind diese Vorschläge reichlich absurd und beinahe surreal. Ach ja, die Gegenwart könnte auch gleich mit abgeschafft werden, da gäbe es keine Krisen mehr im Land wie auf der gesamten Welt - das nur nebenbei.
Das wären allerdings nur die liebgewonnenen Traditionen, wie steht es mit den unangenehmen, den ablehnungswürdigen?!
Keine Ausnahmen ohne Regulierung. Welche Ausnahmen das nun wären, darüber möchte ich nicht spekulieren. Ausnahmen erfinden, gehören die nicht auch zu den Traditionen!? Und die Regeln sowieso. Letztere werden meist als unangenhem aufgenommen, die könnten tatsächlich wegfallen. 
Doch was käme danach, wenn dies alles durchgeführt wäre?
Würden wir die Traditionen vermissen wollen?
Wünschten wir uns wieder die ungnädigen Gesetze zurück, wie die ungeliebten, verhassten Fernsehgebühren?
Würden wir die Prügelstrafe für Frauen und Kinder wieder einführen?
Dann lieber weiter mit der Megalithkultur leben. Danke schön.




2021-05-28

Was uns nicht umbringt .....

... ist dieses verrückte Jahrzehnt. Was uns nervt & die Substanz angreift, ist die Krise - Covid 19. Überall, die Kunst in Deutschland ist das schwächste Glied in der Kulturkette, da wird frühzeitig geknapst, gegeizt & weggedrückt, weg, aus dem Rahmen der vielen Möglichkeiten. 

- So, genug geschwurbelt, Mann! Jetzt red´ mal Klartext.

Citywolf is back. Er ist inzwischen ein wenig grau geworden, die Nackenhaare sträuben sich nicht mehr so wie früher, wozu auch an diesem Freitag, er hält nämlich was ganz Besonderes, was Schönes, in den Pfoten. Blieskasteler Kunst von blieskasteler Künstlern, bunt & äußerst vielfältig auf edlem Hochglanzpapier gedruckt: "MIT ABSTAND DAS BESTE" - Reflexionen in Worten & Bildern (Gemälden, Zeichnungen etc.) der versammelten Künstler des blieskasteler KULTURSTAMMTISCH e. V. -  der Citywolf heftet sich noch immer auf dessen Spuren, ausgehungert nach kulturellem, weil äußerst knapp an künstlerischem Futter jeglicher Couleur, steht er abgemagert an der Ecke Von-der-Leyen- & Zweibrücker Straße, genießt die zupackende Spätmorgensonne & lässt sein räudiges Fell von einem kühlen Westwind durchbürsten. `Es gibt noch Hoffnung in der Stadt´, raunt er sich selber zu, ´jetzt halte ich ´nen kleinen Hoffnungsschimmer in der Hand.´ 

Persönlich mag ich die abstrakten Gemälde am liebsten. Es gibt zu wenig Abstraktes in Blieskastel, viel zu wenig Surreales - Corona hin oder her, das Virus ist real, obschon man es nicht sehen kann. Gut so. Das Sichtbare ist manchmal schrecklich genug. Hier nicht, in den künstlerischen Arbeiten steckt viel Leben, ein Trotz-Alledem in Corona-Zeiten - wäre doch aussichtsreich hoffnungstragend, wenn die Pandemie wegfiele & die Kunst & Kultur weiter - & endgültig - in Blieskastel Einzug hielte. 
Kultur & Kunst sollte man nicht trennen, heißt das - schon wieder geschwurbelt, Mann, kannst Du denn nicht aufpassen!?

Das Stadtwölfchen staunt nicht schlecht, was Abgeschieden-Sein, Lockdown & Farbpigmente alles ausdrücken können! Wenn man nur diese drei Komponenten zusammenführt. Vielleicht waren die Winterzeit, die Dunkelheit, ebenfalls daran 
beteiligt - anyway.
Schließlich wildert er ja ebenfalls schon jahrelang in literarisch-musikalischen Dickichten, frisst Silben & jazzt in Tönen von falscher Schönheit & echten Taktänderungen.
 
Ich bin froh & dankbar, dass es euch gibt, blieskasteler Künstler. Ars longa vita brevis. 



------------------------> "Blieskastel - Mit Abstand! Das Beste", 64 S.
                                        Freiwillige Gebühr 5,- Euro
                                        Hrsg.: Kulturstammtisch Blieskastel e. V. 

                                     www.kultur-blieskastel.de
                                        @:     info@kultur-blieskastel.de