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2024-06-11

Wie gehts dir, stadtwolf - wie gehts euch, ihr stadtbürger namens "Menschen"? - Bleikastel, Mai 2024 -

Wolfs-Pfad in die Stadt, vermauert wie weiland 1961 Berlin, offen für die magdeburgisierenden Schweden, die keinen Drang verspüren, hier einzumarschieren - 

Elsässischer Crémant fließt in Strömen durch die Kastell-City, die seit der letzten Flut nie wieder schläft. Nur ein wenig brauner als sonst gefärbt. Sah man sogar im Fernsehen, live. Ich bin entzückt. Die Katastrophenstadt ist in aller Munde, sprich: in allen sensationsgeilen Köpfen. Jetzt haben wir unsere Helden wie unsere Toten. Aber die gab´s zum Glück nicht. Wir ließen sie eh´ nicht rumliegen.

Aber, ein Glück! Mein Pfad in die Stadt, dieser ausgetretene, altersschwache und nichtsnutzige Holzweg ist verschwunden, meine Fuß- und Fingerabdrücke sind nicht mehr, Gott sei´s gedankt! Endlich, endlich kann ich mich wieder frei bewegen.

Keine Ärzte, keine Ordnung, keine Gesichter, in die ich verlegen machend schauen muss - alle weg. Ich kann treten, hauen, stechen - nach Herzenslust! Es steht mir frei, nach allen Seiten auszuteilen. Und das werde ich geflissentlich und ohne reinen Gewissens tun! Alte Wölfe gehören abgeschossen, was ein altes Jägergesetz ist und welches besagt, dass Ungenutztes oder Unnützes weg kann – für mich gilt das auch!

Also los, liebe Jäger, schießt drauflos, legt auf mich an, macht mir den Garaus! Ich sehe euch, ihr seid es, die ihr mich nicht sehen wollt. So einfach ist das …. Muss ich euch meine Blutspur vor die Nase reiben!?

Zugegeben, eine reichlich seltsame Kolumnenüberschrift, ich hoffe, sie gefällt. Denn wer hierzu „Nein“ sagt ist verdächtig. Und die Jasager? Das sind die – ja, die Jasagenden, die außer einem JA sonstnix zu vernehmen haben, die armseligen Tröpfe.
Aber die Schweiger und Krakeeler, die Zungenbeinlosen und arbeitslosen Trinker der saarländischen Lufthohlheiten, denen gehört mein Kolumnenherz. Die dürfen an meinem Tisch sitzen.

Zu denen setze ich mich gerne. Falls sie mich überhaupt sehen ….! Denen höre ich geduldig beim Schweigen und Kopfnicken zu, sie verdienen meine volle Aufmerksamkeit. Stecken sie denn nicht voller kritischer, selbstkritischer und vorverurteilender Ideen, die keinen interessieren, der über einen wohlwollenden knallkopfsachsenmuttersöhnchen-ähnlichen Verstand verfügt? Gleiches gesellt sich gern zu Gleichem, will ich mal sagen.

Das will gerne ich sein: Stadtwolf, Citywoof, Pferdehuf an jeder kriecherisch-spießigen Krämerseele haftend, die je das Licht dieses blühenden, leuchtenden Ländchens je erblickte.

Da ich keinerlei menschliche Götter anbete – da sie allesamt unmenschlich ihre Gläubigen erziehen und beeinflussen – kann ich ebenso wenig fluchen oder ver-Fluchen. Ist in meinen Genen nicht vorhanden. In diesen Venen fließt reines, blutrotes Wolfsblut, und das soll so bleiben, hat mir jedenfalls Jesus versichert. Und Buddha hat gleich noch eins draufgesetzt: „Don´t follow earth worms.“

Recht haben sie. Meine Schnauze bleibt über der Erdoberfläche.

Und niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten, nicht mal in Mauretanien!

 


2024-02-06

Die bösartigste Berichterstattung der Welt

Was ist los, warum bin ich so unbeliebt in dieser Stadt? Blieskastel ist mimosisch veranlagt. Übersinnlich empfindlich - nicht empfindsam -  jedes Wort, geschrieben oder gesprochen, wiegt einhundert Zentner oder mehr. Und das Gesagte wird noch dreimal durch den Wolf gedreht - ha ha, habe ich gar nicht gemerkt. Wird man davon satt!?
Seht mich an, ich habe schon bessere Tage sehen dürfen, ich hatte schon mal mehr Schmalz auf der Hüfte. Macht mir aber nicht viel aus, wenn die Knochen rappeln bei jeder Bewegungsgelegenheit, macht das einiges mehr an Lärm aus. Und für diesen bin ich wahrlich zu haben. Blieskastel bräuchte auch mehr davon. Doch Schlafmützen wollen partout nicht gestört werden.
Vielleicht bin ich deswegen so unbeliebt.
Meine Visage ist ein Schwarz-Weiß-Foto. Immer und überall, Menschen mögen keine monochromen Sachen, ich schon.
Vorigen Montag - 5. feb - streunte ich wieder durch die City. Hatte natürlich ein paar Erwartungen in meinen Gehirnwindungen, sie sollte es eigentlich nicht geben, doch sie waren da.
Kurz und klar ausgedrückt: nichts, nicht die Bohne, nada hat sich geändert innerhalb dieser Mauern. Es lebe die Langeweile! Wenn nichts geschieht, dann passiert auch nix. 
Aber, was soll hier denn noch geschehen!?
Schlurfe ich über den Parkplatz am idyllisch gelegenen Rathaus und schlürfe anschließend meinen geliebten Cafe Creme in meinem neuerdings wieder anerkannten Lieblings-Cafe - traurig und resignierend. Habe mein Wanderoutfit dabei, so dass man mich leicht erkennen kann, aber Fehlanzeige! Der Rucksack schlenkert seine losen Gurte, mein italienischer Stetson schützt mich vor allzu neugierigen Blicken - die es nicht gibt. Falle dennoch auf, aber anders, wie ich es erhoffte. Bin kurz davor, für einen Bettler gehalten zu werden - bin ich ja auch, ich bettele darum, dass endlich irgendwelche Bürger aufstehen und ihre Meinung herausbrüllen! 
Ein winzig kleiner Trost: zwei Tische weiter sitzt ein alteingesessener Blieskasteler, den ich weitgehend ignoriere. Ist das ein Widerspruch in sich!? Er sieht mich ja nicht, wie es von mir gewohnt ist seit Jahren. Dann, ganz am Ende meines dortigen Aufenthaltes, wagt er sich doch hervor und wechselt ein paar Worte mit mir. 
Mit einigem Widerwillen antworte ich ihm. War es nur ein launiger Spuk am Montagvormittag? Ich lasse meine Antwort auf diese Frage zurück in dem Cafe. Ist auch besser so, der heutige Montag vergeht auf diese Weise.
 
 Später lande ich an der ungeliebten Bushaltestelle. Aber ein Gutes hat sie: es sind hier zahlreiche Leute, die auf ihren Bus warten, allesamt Menschen von außerhalb - und überwiegend junge Leute, Schüler meist. Hier fühle ich mich am wohlsten, unter jungen Leuten, weil sie in mir den Wanderer, den Streuner, den Observierer erkennen. Niemand redet mit mir. Meine wölfischen Augen unter dem Hut sind glühende kleine Kohlen, die nie ausgehen. `Da kommt noch was´, wollen sie sagen. Da kommt noch was, ich bin noch nicht am Ende .... Ja, stimmt - da kommt endlich mein Bus, ca. sieben Minuten zu spät. Käme er nicht aus Homburg, würde ich behaupten, er wäre ein waschechter Blieskastel-Bus. Wie man sich doch irren kann ....

2024-01-15

Was sind schon 70 Jahre!?

Was sind schon 70 Jahre?

In diesem Katastrophenjahr 2024 wird der Stadtwolf, nach Menschenjahren gerechnet, siebzig Jahre alt. Kein sehr großes Ereignis, aber eines, das mich beschäftigt. Nach Wolfsjahren gerechnet, bin ich jetzt so um die 10, 11 Jahre alt - in der freien Wildbahn der Großstadt Blieskastel also bereits ein graubärtiger, isegrimmiger Reißer - Phil The Ripper - der gemächlich, manchmal mit Krücken, über den Marktplatz schnürt und nach seiner ebenfalls ergrauten Lady Ausschau hält - die seit zwei Jahren nicht mehr gesichtet wurde. Die Sehnsucht nach dieser Lady Godiva (aka Mrs. Rosa Lee Lupa) hält sich hartnäckig, sie hat sich jahrelang, gemeinsam mit mir, erfolgreich gegen andere Wolfsrudel behauptet. Meine Besuche bei ihr sind unverändert mein einsames Credo, meine Hutschnur, die niemals überschritten wird. Ich schwöre.

Mittlerweile sind wir nicht mehr im großen Rudel des Bliestals vertreten, eher im Kindergarten der Pudel - muss man nicht verstehen, ist nur meine krude satirische Fantasie ......

Als alternder, gut abgehängter Stadtwolf räume ich mir keine weiteren satirischen Frechheiten ein - das gehört sich nicht, passt nicht weiter zum guten Ton von Blieskastel: was früher dort   n i c h t    passierte, ist heutzutage erst recht vergessen. Und nachforschen, das will ich wenig bis gar nicht, meine journalistischen Fähigkeiten erschöpfen sich augenblicklich.  Was die anderen Fähigkeiten betrifft, schweige ich besser. 

Der alte Sack hat Löcher bekommen - noch fliege ich, doch der Autopilot ist soeben gestorben. Beliebig könnte ich dieses Endszenario fortsetzen. Tue ich aber nicht, dort, wo man mit siebzig-achtzig Jahren landet sind mir zu viele alte Leute.

2023-12-19

Willkommensbrief an den saarländischen Wolf

Willkommensbrief an den saarländischen Wolf

Das war doch vorauszusehen: 

ich als Stadtwolf habe immer daran geglaubt und herbeigesehnt, jetzt isses passiert. Sogar vor meiner Haustier-Tür, in der Nähe von Bliesransbach, wurde im September diesen Jahres ein Wolf gesichtet. Es ist mir eine große Ehre als Stadtwolf, ihn freudig begrüßen zu dürfen - auch wenn ich die Nachricht recht spät erfahren habe. Ausgerechnet von einem Jäger, wie sinnig. Waren diese doch nicht ganz unbeteiligt, ihre berühmteren "Konkurrenten" aus dem Weg zu räumen.
Der Wolf ist ein Wanderer, ein Nomade - habt ihr dieses Wort schon einmal gehört!? Es bezeichnet Lebewesen, die darauf verzichten, an einem festen Wohnort zu bleiben. Das nenne ich fürwahr altruistisch. Ein Stadtwolf dagegen ist nicht altruistisch, er will auf nichts verzichten. Er jagt die Gier der Menschen und frisst sie heißhungrig.
Aber was hat dieser neue saarländische Wolf hier zu suchen? Ist er lediglich auf der Durchreise? Schade, dass ich ihm nicht begegnet bin, ich hätte ihn gerne interviewt. Was er mir wohl anvertraut hätte? Ich denke, dass er ein Revier sucht, um überleben zu können. Das Gegenteil von meinen Ambitionen, meines schrumpft immer mehr. Naja, vielleicht kann er mich mal hier in der Gegend ersetzen, was die Jagdleidenschaft angeht. Entsetzen und Furcht werden bald wieder seine ständigen Begleiter sein, fürchte ich. Vielleicht kann er auch die Jäger und Viehzüchter besänftigen, "bitte habt Verständnis und Empathie, ich tue euch nix, aber ich muss ja auch leben, will leben - wir können gut miteinander auskommen, wenn ihr mir vom Leibe bleibt. So ähnlich hat es Rotkäppchen mir versprochen, bevor sie sich den allgemein herrschenden Vorurteilen in der menschlichen Gemeinschaft angeschlossen hat."

Wir Wölfe haben ebenso eine Gemeinschaft. Sie wird nur von wenigen Menschen anerkannt. In der Stadt ist es am schlimmsten, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Stadtleben ist kein Naturleben, aber die Wölfe werden es uns schon zeigen. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Goldschakal die saarländische Staatsbürgerschaft erringen möchte. Ich bin guter Hoffnung.


2023-11-18

Einmal müde werden

Einmal müde werden (ist nicht schwer)

 

Einmal müde werden

 

Wer möchte das nicht, die Stiefel ausziehen, die einem den ganzen Tag geleckt worden sind, in die Puschen steigen und der Alten einen heftigen Klaps geben, dass sie in die Ecke fliegt und sich nicht mehr regt ....! Es wäre doch zu schön. Des Spießers Wunderwaffe zieht nicht mehr, meine Herren. Die Menschen in diesem Landstrich sollten sich auf was anderes besinnen. Sollten sie das jemals beherrschen, würde ich mich freuen, in meinem Fuchsbau aus grauem Kiefernholz still bleiben und meine Pfoten einfetten, weil der Winter kommt. 

Aber eines ist sicher, meine Herren und Damen. Die Wölfe werden kommen, und sie werden aufhören, still zu sein. Sie werden ordentlich Krach machen, damit es Krach bleibt. Obwohl es wahrlich nicht so ausschaut, zugegeben ..... Es ist Tarnung, reine Beobachtungsgabe. Der Notar der Wildnis, die angeblich gezähmt worden ist durch Menschenhand.

´Spotte du nur!´, wird es heißen. Dir wird schon noch die gute Laune vergehen´.

Meine gute Laune ist längst dahin, ich weiß gar nicht, was ihr habt ....!  Den Schwanz werde ich deswegen keineswegs einziehen, vor euch nicht, vor dem Winter nicht. 

Vor wem dann?

 

 

2023-10-14

Gewaltige Prügel für den Stadtwolf

Gewaltige Prügel für den Stadtwolf - ´s Wolferl musste mächtig Haue einstecken

Wäre doch ´ne prima Schlagzeile, was!? Endlich wird´s dem altgrauen Mordkopf mal gründlich gezeigt! Wurde verdammtnochmal Zeit, es gibt viel zu viele von seinesgleichen in der Stadt - ein einziger Frevel an der ehrbaren Gesellschaft Blieskastels. 

Frommer Wunsch, fürwahr. Mein alter Kumpel, der amerikanische Kojote Simon Bolivar Coyotero,  fragt mich lapidar: "Was iss´n passiert? Is überhaupt was passiert, hä!?"

Lieber Simon Coyotero - nix Gravierendes is geschehn, es wurde noch immer keine Mauer gegen die anstürmenden Migranten aus Übersee (sprich: Mediterranée) errichtet, es wurde noch kein Trump in Blieskastel gesichtet, der seinen Freund Putin in die Von-der-Leyen- einlüde, zur Gaudi russisch-nationalgermanischer Gesinnungskumpanen. Es wurde nur ein seltsam wirkender Nebel gesichtet, der über die Stadt liegt und sich breitmacht. In den Bergen deines heimatlichen Nordmexikos und südarizonischen Revieres gibt es jenen ominösen Nebel gar nicht. Den gibt´s nur hier - das schwöre ich dir.

Der Nebel trat mit einem Schlag auf - kaum, dass ich die Szenerie betreten hatte. Eingelullt vom harmonischen Lachen und Zusammensein der letzten Tage und Wochen wusste ich im ersten Augenblick nicht, wie mir geschah. Es ging auch kein verschwörerisches Raunen durch die Menge, die mich ansichtig wurde, als ich ihr ansichtig wurde. Wie auf Kommando verzogen sich die meisten der Gesichter bei Männlein wie Weiblein, derer ich blitzschnell gewahr wurde, zu einer hämischen Fratze, andere handelten wie immer, nämlich ignorant jedem gegenüber, der hier herumspazierte und die Leute anglotzte. Dabei hatte ich an jenem Morgen, dem gestrigen Tag, keinerlei Absicht, Spottverse auf diese Stadt zu schmieden, seine einschlägigen Bewohner inbegriffen. 

Die Prügel habe ich eingesteckt. Habe mich kaum gewehrt, denn es ist ja nix passiert! Die Petersilie wurde mir nicht verhagelt, ich wurde nicht niedergeschrien noch verurteilt zu Zwangsarbeit, bin nicht zum Sklaven degradiert worden und nicht als Bettler auf die Straße hinausgejagt worden. Es geschah dennoch - ein leichtes Heben des Kopfes, ein kollektives Erkennen meiner schäbigen Gestalt, ein stummes Einverständnis, diesem schmarotzenden Wildtier, das in unregelmäßigen Abständen die heiligen Lämmer Blieskastels reißt, die Stirn zu bieten - weil es schwach wirkte. Schwache Wölfe, wo gibt´s denn sowas!? Krüppeliges Humpelstilzchen auf vier Pfoten, Pfui Teufel! 

Simon Bolivar Coyotero, alter Freund, du musst es doch auch wissen, wie das ist, wie sich das anfühlt, diskreditiert zu werden! Deine Art, die amerikanischen Kojoten, sind die verachtetste Tierart in den USA und Mexico. Komm ja nicht rüber nach Deutschland, hörst du! Ich werde dir aber berichten, wie es hier zugeht, wenn einem das widerfährt, was du seit Jahrhunderten aushalten musst. Mexico und die USA sind weiße Gesellschaften, einst von Weißen errichtet und manifestiert - Blieskastel macht da keine Ausnahme. Vor ein paar Tagen sang ich mal wieder ein Loblied auf die große Französische Revolution, die in weiten Teilen in die amerikanische Verfassung eingeflossen ist - wo ist sie in Deutschland, in Blieskastel, geblieben?

Simon Bolivar Coyotero, bitte antworte mir! Auch wieder so eine verpönte Geste, diese Bittstellung eines alternden Reh- und Schafjägers, der ich bin - zwar bin ich alt, doch ein Bittsteller bin ich schon immer gewesen. Gehört zu meiner lahm gewordenen Natur. Ich tue mein Bestes.

2023-05-20

Apell an die Leser dieser Website -

Also gut, ich habe ein paar Leser - nicht die Masse, die Klasse macht es wahrscheinlich aus. Das zweitletzte Wort habe ich kursiv geschrieben, aus folgendem Grund:

  • Zu gerne möchte ich erfahren, ob ich Klasse hab oder ob mich überhaupt jemand versteht. Oder verstehen will - wer möchte mir einen oder mehrere Kommentare schreiben zu den Artikeln, die ich seit nunmehr zwölf Jahren veröffentliche!? Schreibt mir. Ich freue mich auf jede Reaktion, ob konstruktiv-kritisch oder Verriss, ich werd´s überleben in jedem Fall. 
  • Irgendwelche Ratschläge parat, was ich besser machen sollte?

 

2022-12-03

Stadtwolfs Gruß an die Stadt der Wölfe, Dezember 2022

Melde mich wieder zurück, gestatten, Phil Sutaio, Stadtwolf aus eigenen Gnaden - lang ists her, über eineinhalb Jahre.
Wo seid ihr, liebe Follower aus aller Herren Länder? Der alte Stadtwolf streunt wieder, lahm geworden, grau, beinverletzt, aber wieder und immer noch WÜTEND, Wütend, wüten, wüte, wüt, wü, w...........

Gelange nicht so oft in die City of nowhere (= Stadt der Wölfe = Blieskastel), hocke coronabedingt (alte bedingung!?) meist daheim und schreibe worte in den wind und den schornstein.
Mein Haus (60 Jahre alt) wird mich überleben. Aber ich fürchte, ich werde mich nicht überleben. Da ist so eine diffuse Ahnung, die mich nicht losläßt. Aber sei´s drum, die Zeit fließt im Rechteck, die Ozeane sind dreckig - das Land ist konfus. Also alles wie gewohnt. Es kann losgehen.

Die Thematik für mich ist allerdings schwierig geworden. Mein Resonanzboden ist dahin, das Echo krankt in der Ecke, und die Straßen meines Heimatdorfes sind nahezu leer, tagsüber, nachts, jetzt - was machen wir falsch? Wollen wir nicht mehr streiten, die Köpfe blutig hauen?! Let´s go stadtrat! Let´s make war to the boredom - ich möchte kein billiges Vergnügen, ich möchte Lachen, Weinen, Erzählen und Diskussionen. Über Gott und den Bürgermeister, über die Demokratie und ihre seltsamsten Erscheinungsformen in Blieskastel, wie sie zur Zeit stattfindet. Anspielungen!? Ja, Anspielung.
Blieskastels Verwaltung ist ein seltsam verkommener Macho-Haufen. Zorro hätte seine helle Freude dran. Leider sind wir nicht in Kalifornien des Jahres 1840, sondern - im Saarland des 18. Jahrhunderts, wenn es damals schon existiert hätte.
Ich suhle mich in diesen Anspielungen, konkret will ich nicht werden, weil ich nicht genau weiß, was und wie da abläuft, was eigentlich und mit aller Vehemenz in die Mottenkiste gehörte. Beileibe nicht in der City of Lug and Trug, ich kann nur sagen: Pfui Teufel. Schämt euch, ihr Betonköpfe! Wenn ihr immer noch nicht wisst, wovon ich rede, schaut in der Saarbrücker Zeitung vom 1. Dezember nach, da steht das Neueste über Blieskastel drin.
Das Neueste ist das Alte. Diese Stadt ist so einmalig, sie macht diesen blöden Satz möglich, aber, hallo!, mit links.



2021-06-07

was der staat will - will der staat was!? was will er wirklich???????

ist es nicht eklatant und offengelegt, dass menschen wie ich - ex-hartzer, faulenzer, professioneller arbeitsloser, ewiger loser, nullkommanullprozent-miterwirtschafter am bruttioinlandsprodukt, rentner und krebskranker - also ein mündiger bürger dieses staats und kontinents, ins hintertreffen gedrängt werden? es geht um die impfkampagne/n der deutschen bundesregierung, nicht um allgemeine diskriminierung. ausnahmen: ich bin weiss, ich bin arm, unterprivilegiert, weil keiner partei angehörig, ich bin anarchisch geboren, anarchistisch selbsterzogen, fatalistisch im herzen, ehemals langhaarig, ehemals kommunistisch veranlagt, aus der zeit gefallen, naiv - tiefer als der grand canyon - , also ganz normal in diesem land aufgewachsen, voller vertrauen in unser system, übrigens, das beste gesundheitssystem der welt, die grandioseste demokratie ever, die keinerlei ungerechtigkeiten zulässt. mein lob für dieses land ist legion. 
mit einem klitzekleinen schönheitsfehler behaftet: es sind die legionen des varus, die im jahr 9 nach christus von den germanen vernichtet wurden (falls jemand diese kleine, ironische volte versteht oder würdigen will, chapeau!!!).

kurz und verwesentlich: ich melde mich anfang juni bei meinem hausarzt zum zweiten mal an für eine corona-impfung - ich bin sechsundsechzig jahre alt, habe also das ganze leben noch vor mir - bin seit 2019 nachgewiesen krebskrank. mit dieser petitesse will ich eindruck schinden - aber da is nix zu machen. es gibt eine liste, eine vormerk_ wohlgemerkt, auf die ich mich nun zum zweiten mal eintragen lasse, das erste mal ist mir irgendwie argumentenmässig abhanden gekommen, durch die lappen gegangen, wie man mir zu erklären versucht. man vesucht sehr viel, mich zu beschwichtigen, abzuwimmeln, herunterzuputzen - nun gut, jetzt stehe ich auf der liste beim hausarzt, einen genauen termin gibt es nicht, er wird mir telefonisch ganz kurzfristig mitgeteilt werden, wenn ich an der reihe bin. er, der freundliche hausarzt, wird erst wieder vakzine ende juni, anfang juli, erhalten - wieviele weiss er nicht. ich verstehe meine priorität nicht, ich bin doch über sechzig - und dazu krebskrank! 
oder habe ich die räude, den wolf mir gelaufen von pontius zu pilates!?

is it strange, it is weird, isn´t ist????

es gibt keine gerade stringente linie. es gibt keine antwort auf die vielen fragen, wie es vorangeht mit den impfungen, die macht wird ausgelebt, und das mit aller macht. geschwurbelt (ich beantrage, dieses wort als unwort des jahres auszuzeichnen!) wird allenthalben, allen voran die medien, diese wortvernichter & gedankentöter für die  schreibenden zünfte, die nicht von ihrer tätigkeit leben, sondern etwas verändern wollen- sie küssen den arsch der regierenden. 

warum bleibt der impfstoff knapp?
wer verdient an dieser verknappung? eine frage, die zu allererst auftaucht, auftauchen muss, nach den kriegsgewinnlerischen betrügern und machenschaften von - nicht ganz so liberalen - parteimitgliedern. die ja allesamt wohlbekannt sind. und inzwischen aus den medien gnädig veschwunden. 

Trollige Spässe im Isolanten-Heim

wie´s der kuckuck so will: in der geschlossenen anstalt namens "blieskastel, innenstadt" ist der teufel los. vor allem sonntags, wenn nix besonderes los ist, kumulieren sich hier die besucherzahlen zu einem beinahe dreistelligen wolkenhaufen. es fehlt nur noch, dass es besucherzahlen regnet, verhangen genug ist der himmel schließlich. & das kuriose dabei: einheimische findet & sieht man kaum auf den Straßen, die die stadt bedeuten, sprich: von-der-leyen_ & kardinal-wendel_ - wo sind sie abgeblieben? haben sie sich allesamt fortbegeben, nach zweibrücken etwa oder nach homburg?

der herkulesbrunnen schweigt, was er sehr oft tut, vielleicht weiss der hellenische halbgott auch keinen besseren rat - er lässt sein wasser weiterhin vor sich herplätschern. wie gewohnt. nix neues. 

die eisverkäufer - zwei an der zahl, nur wenige meter voneinander entfernt - profitieren allemal vom ansturm von sonntäglichen gästen, familien mit ihren kleinen kindern, ältere paare & passanten - die sträßchen wirken beinahe so belebt wie bei einer mitternächtlichen rushhour an einem regnerischen novemberwochenende.

gut dem dinge, wolle man sagen, nein, flüstern - denn die heilige stimmung zu dieser stunde, es geht auf halb drei zu, läßt viele passanten ehrfürchtig verstummen. nur das helle kinderlachen & -gequietsche stört die ruhe. "ruhe sanft in der aufkeimenden normalität", raunt eine stimme von irgendwo her. kommt noch etwas nach!?