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2011-07-08

TRAEUME WERDEN WAHR - IM HIMMEL GANZ BESONDERS

2. Juli, nachmittags - "Na, Dicker, wie geht´s?" werde ich begruesst von Hans, er hat seine Fender Telecaster mitgebracht, Louie seine Akustik, eine Takamine, & ich habe mein Misstrauen mitgebracht, auf meinem gruenen Fahrrad. Es wird eine herzliche Begruessung, schliesslich sind wir alte Freunde, die sich gut kannten, frueher, Anfang der Siebziger.
Es ist ein kuehler Nachmittag, mir isses recht, bei Louie war´s immerzu kuehl in den let
zten 35 Jahren, ich bin dran gewoehnt. Hans ist dynamisch wie frueher, ich komme kaum mit, er packt in Windeseile seine Gitarre aus & legt los. Ja, wir haben ja auch keine Zeit zu verlieren. Ich halte mich die ganzen Stunden sehr dezent im Nebel, den ich auch verbal verbreite, spiele mit meiner Lumix leicht verrueckt, um mich nicht allzu sehr auf die beiden Musiker konzentrieren zu muessen, irgendein Missbehagen hat sich in meinem Schaedel breitgemacht, ich vermisse meinen Freund, den Stadtwolf, dennoch, mir ist heute nicht nach Sarkasmus. Jetzt weiss ich auch ploetzlich den Grund fuer mein Missbehagen: immer dann, wenn ich die Plaene der Yggdrasil-Vereinigung aufgeben will, weil es ganz einfach zu lange dauert, bis eine Loesung konkret wird, taucht Hans auf, unbekuemmert wie eh und je, schmeisst den Laden durcheinander & motiviert stante pede die Leute so stark, dass sie nicht mehr anders koennen. Mich motiviert er ebenso sehr, nach etwa vier Stunden greife ich auch mal zur Gitarre & versuche aus dem Stegreif ein singbares Arrangement von "Summertime" hinzukriegen. Wird natuerlich nur wieder ein aetzender Monolog ueber die Zusammensetzung von bestimmten Akkorden, den mit den verminderten Nonen oder Quinten oder Korinthen, wie auch immer.
Ploetzlich stehe ich als    d e r    Korinthenkacker schlechthin da ........


Die Gespraechsschnipsel, die wir zwischendrin einstreuen, handeln allesamt von der Vergangenheit, von unseren Aufbruechen als junge M
aenner - Wir waren ganz schoen miteinander & ineinander & untereinander verbandelt, damals, in den alten Zeiten - emotional, musikalisch, menschlich. Es war eine schoene Zeit fuer mich, ich wurde damals allmaehlich meschugge & empfand die Verruecktheiten als das, was sie tatsaechlich waren: als Verruecktheiten. & jeder aus der Band "Yggdrasil" konnte mir das bestaetigen - & tat das auch aus Leibeskraeften. Schoene alte Zeiten waren das.
Wir stellten eine erste Songliste zusammen, schnell kamen mindestens zehn Songs zusammen, die wir als erste in Angriff nehmen wollen. Auf die meisten freue ich mich riesig, andere werden noch nachfolgen. Es geht voran. Hier noch ein paar Fotos, wen´s interessiert. Sie sind mein Hauptbeitrag an diesem musikalischen Nachmittag. Macht aber nichts. Es werden noch bessere Zeiten kommen, wenn der Stadtwolf seine Songs mitbringt, mit oder ohne Band.                        
    
                                           

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