wölfe sind beileibe nicht namenlos. sie geben ihren nur nicht allzu gerne preis. das mag am zunehmenden alter der streunetiere liegen, aber sie verheimlichen sie auch aus überzeugung. es sind nunmal eigenwillige zeitgenossen. keinem autokratischen herren oder edlen herrin verbunden, niemandem hörig, nur ungehörig, wenn es um soziale anrüchigkeiten geht. wie nur kann ein solch geballtes individuum der freiheit in einem stadtdschungel überleben? was hält ihn am leben, von gerüchen & gerüchten allein kann er nicht existieren.
tja, wölfe sind überdies doch, durch die Bank weg, allesamt künstler - künstlerisch aufmüpfig im geheimen, im offenen & im anarchischen dasein. alles, was ein städtischer speissbürger nicht gebrauchen kann, selbst in größeren Orten wie diesem nicht.
wer noch verträgt "freiheit"? nicht nur tierische, sondern menschliche? sind menschen vom land freier als die in der stadt?! weshalb begibt sich ein wildtier in städte, in denen es schlecht existieren kann!? macht er sich ein bestialisches vergnügen daraus, seine mitbewohner, die ihn nicht nur nicht dulden, sondern ihn ausrotten wollen - aufzusuchen & ihnen die verlockungen einer animalischen gegenwirklichkeit vor augen zu führen? nur, um sie derselben eigenschaft zu entlarven!? ich bin mir nicht sicher, dass dies ein so genialer gedanke war, den citywolf in blieskastel heimisch werden zu lassen. er ist zu unbequem. schließlich jagt & erlegt er tödliche vorurteile, zerlegt sie & wirft sie seinem sarkasmus zum fraß vor.
auch eine art, sich sittlich daneben zu benehmen, möchte man meinen ..... wird man überhaupt davon satt?