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2025-03-27

DAS LAND DEM MEINE SORGE GILT

Lasse man mir die Sorge um

das Land, das sich meine einzige Heimat nennt.

Ich nenne es nicht so, doch bin ich dort geboren.

Habe nichts verloren in dieser Gegend,

weder Strafe verloren noch Tugend gefunden.

Bin gewogen und zu leicht befunden.

Man verlieh mir keinen Tapferkeitsorden,

habe weder Ochs noch Esel geschunden.

 

Lasse man mir die Sorge um

dieses Land mit seinen vielen Bewohnern,

Bevölkerungsresten Europas und übrigen Kontinenten –

Ich bin einer von ihnen, winziges Rad im

Großen europäischen Wagen, der das fünfte

und sechste Wagenrad kennt.

Ich bin nicht mehr jung und noch nicht alt,

meine Stimme ist ein junger Hahn aufm Mist

der Gesellschaft, der wenig Gesellschaft sucht.

 

Lasse man mir die Sorge um

dieses Land, das nirgend wem gehört und

von Jedem beansprucht wird, in allen Schattierungen.

Ich erhebe keinen Anspruch auf Verwandtschaft,

es sei denn, Wisente und Feldlerchen tun es.

Ja, ein Teil von mir ist ausgestorben, der

andere verschwindet nach und nach.

Dieses Land meine ich, lasse man mir die Sorge darum.

 

Lasse man mir die Sorge um

das Wohl und Wehe der Kinder und meiner selbst.

Ich bin egoistisch und bezeichne mich als Kind,

dabei habe ich den alten Kindern nicht viel voraus.

Auch ich habe die Straße aufgesucht

und verlor mich schließlich in toten Häuserschluchten,

die sind unweit von hier zu finden, trotzdem

suchte ich sie. Denn, was nach der Straße kommt,

ist kein Unfall, eher ein Verkehrshindernis.

 

Ich sorge mich um dieses Land,

ich wünsche europäisch zu sein, falle jedoch täglich

aufs Saarland herein.

Ich möchte eurasisch sein, schiele aber nach Afrika.

Sollte dies die Sorge um mein Land sein,

hämmere ich sie mir auf die Schuhsohlen.

 

Ich sorge mich um dieses Land,

sein Wohl und Wehe liegt mir am Herzen.

Was kommt nach diesem Wohl, das Weh ist bereits sichtbar.

Ist dies ein Kontinuum, so folgen Ix-Ypsilon-Zett,

wäre das europäische Alphabet austherapiert.

Es sorgen sich der Frühling wie der Sommer,

Herbst wie Winter – alle Zwischentöne,

die Ziffern der Uhr, die Jahresmonate, die Jahrestage.

Es sorgen sich die Mülltonnen, die Gelben Tonnen

und die Tonnen von Aber Tonnen Plastik.

Es sorgen sich die Stolpersteine,es sorgen sich die Raben.

2023-11-18

Einmal müde werden

Einmal müde werden (ist nicht schwer)

 

Einmal müde werden

 

Wer möchte das nicht, die Stiefel ausziehen, die einem den ganzen Tag geleckt worden sind, in die Puschen steigen und der Alten einen heftigen Klaps geben, dass sie in die Ecke fliegt und sich nicht mehr regt ....! Es wäre doch zu schön. Des Spießers Wunderwaffe zieht nicht mehr, meine Herren. Die Menschen in diesem Landstrich sollten sich auf was anderes besinnen. Sollten sie das jemals beherrschen, würde ich mich freuen, in meinem Fuchsbau aus grauem Kiefernholz still bleiben und meine Pfoten einfetten, weil der Winter kommt. 

Aber eines ist sicher, meine Herren und Damen. Die Wölfe werden kommen, und sie werden aufhören, still zu sein. Sie werden ordentlich Krach machen, damit es Krach bleibt. Obwohl es wahrlich nicht so ausschaut, zugegeben ..... Es ist Tarnung, reine Beobachtungsgabe. Der Notar der Wildnis, die angeblich gezähmt worden ist durch Menschenhand.

´Spotte du nur!´, wird es heißen. Dir wird schon noch die gute Laune vergehen´.

Meine gute Laune ist längst dahin, ich weiß gar nicht, was ihr habt ....!  Den Schwanz werde ich deswegen keineswegs einziehen, vor euch nicht, vor dem Winter nicht. 

Vor wem dann?

 

 

2022-12-03

Stadtwolfs Gruß an die Stadt der Wölfe, Dezember 2022

Melde mich wieder zurück, gestatten, Phil Sutaio, Stadtwolf aus eigenen Gnaden - lang ists her, über eineinhalb Jahre.
Wo seid ihr, liebe Follower aus aller Herren Länder? Der alte Stadtwolf streunt wieder, lahm geworden, grau, beinverletzt, aber wieder und immer noch WÜTEND, Wütend, wüten, wüte, wüt, wü, w...........

Gelange nicht so oft in die City of nowhere (= Stadt der Wölfe = Blieskastel), hocke coronabedingt (alte bedingung!?) meist daheim und schreibe worte in den wind und den schornstein.
Mein Haus (60 Jahre alt) wird mich überleben. Aber ich fürchte, ich werde mich nicht überleben. Da ist so eine diffuse Ahnung, die mich nicht losläßt. Aber sei´s drum, die Zeit fließt im Rechteck, die Ozeane sind dreckig - das Land ist konfus. Also alles wie gewohnt. Es kann losgehen.

Die Thematik für mich ist allerdings schwierig geworden. Mein Resonanzboden ist dahin, das Echo krankt in der Ecke, und die Straßen meines Heimatdorfes sind nahezu leer, tagsüber, nachts, jetzt - was machen wir falsch? Wollen wir nicht mehr streiten, die Köpfe blutig hauen?! Let´s go stadtrat! Let´s make war to the boredom - ich möchte kein billiges Vergnügen, ich möchte Lachen, Weinen, Erzählen und Diskussionen. Über Gott und den Bürgermeister, über die Demokratie und ihre seltsamsten Erscheinungsformen in Blieskastel, wie sie zur Zeit stattfindet. Anspielungen!? Ja, Anspielung.
Blieskastels Verwaltung ist ein seltsam verkommener Macho-Haufen. Zorro hätte seine helle Freude dran. Leider sind wir nicht in Kalifornien des Jahres 1840, sondern - im Saarland des 18. Jahrhunderts, wenn es damals schon existiert hätte.
Ich suhle mich in diesen Anspielungen, konkret will ich nicht werden, weil ich nicht genau weiß, was und wie da abläuft, was eigentlich und mit aller Vehemenz in die Mottenkiste gehörte. Beileibe nicht in der City of Lug and Trug, ich kann nur sagen: Pfui Teufel. Schämt euch, ihr Betonköpfe! Wenn ihr immer noch nicht wisst, wovon ich rede, schaut in der Saarbrücker Zeitung vom 1. Dezember nach, da steht das Neueste über Blieskastel drin.
Das Neueste ist das Alte. Diese Stadt ist so einmalig, sie macht diesen blöden Satz möglich, aber, hallo!, mit links.



2021-04-21

Trägt die Hoffnung? - Persönliches zur Kanzlerkandidatur der Grünen/Bündnis 90

Na klar, die Grünen sind die besseren CDU-ler. Und die SPD sind die besseren Kommunisten. Und die Linke ist die bessere SPD. Und die FDP ist die bessere - äh, lassen wir das. Genug gescherzt, geätzt wird später im Jahr, wenn der Wahlkampf mal angelaufen ist. 

Ist es nicht augenscheinlich wichtiger, dass ein Wechsel in der Regierung überfällig und notwendig ist!? 

Die Republik Deutschland steht seit langem still, sechzehn Jahre Merkel und GroKo, das reicht jetzt aber mal. Lasst die jungen Leute ran, die mit den Ideen, wisst ihr noch, was das eigentlich ist, eine IDEE? Um es im Katholen-Jargon zu beantworten: der heilige Geist kam vom Himmel herab und pflanzte sich im Kopf und im Gedankengut eines Politikers ein, der später, als er "seine" Idee verkündete, zum Visionär erklärt wurde und Berühmtheit erlangte. 
Über Ideen sprach man jahrelang, manche wurden sogar umgesetzt in der Politik. 
Die Zeiten haben sich schlicht geändert. Aber nicht für die Konservativen und die CDU. Da bleibt alles - ALLES! - beim alten und wird sogar wieder für jung attraktiv erklärt. Das ist konservativer Fortschritt. 

Die Grünen waren einst die fortschrittlichsten Konservativen. Als diese Partei in den Flegeljahren steckte (Petra Kelly, Joschka Fischer, Patti Smith und Janis Joplin), kamen sie bei den Konservativen schlichtweg nicht an - deren Shitstorms galten als nahezu zukunftsweisend legendär, von den Medien als unzweifelhaft angenommen, sie trauten den Grünen nichts, aber auch gar nichts zu, außer Randale machen, Barfußlaufen im Bundestag und Stricken in der Öffentlichkeit. 
.... hat sich was, meine Damen und Herren!
Heutzutage ist Barfußrückwärtslaufen, verbunden mit simultanem Stricken wieder immens en vogue - auch bei den Konservativen.  Als hätten sie´s erfunden. 

Und dann kommt da noch so eine kleine, vierzigjährige Göre namens Annalena Baerbock, die noch keinen einzigen Tag Regierungserfahrung hat, zweifache Mutter ist (wie soll die das stemmen, Regierungsarbeit und gleichzeitig Kindererziehung????) daher und verstopft die Ohren ihrer vermeintlichen Klientel mit massenhaft Ideen, Impulsen, Provokationen, Modernismen, Solidarismen, Barbarismen, Demokratieverständnis, vernunftbegabtem Taktieren, positiven Negationen und negativen Aposteln.
Es ist kein Wintermärchen, und wird auch keines werden, das steht schon mal fest. 

Könnten, und es wäre möglicherweise nicht zu viel geheuchelt, könnten manche politische Gegner - verständlicherweise auch politische Befürworter - nicht mal hingehen, und einer frischgebackenen Kanzlerinnen-Anwärterin ihr einfach mal für ihren Mut und ihr Engagement gratulieren und Glück und Erfolg wünschen im kommenden Wahlkampf!? Öffentlich und zur Beschä-mung der feixenden und regierungssprachrohrgeilen Medienlandschaft, das wäre wirklich mal eine himmlische Botschaft vom Heiligen Geist! 
Ein Let´s Do It-Gefühl artikulieren, in die Welt setzen, lancieren - ein Aufbruchsszenario entwerfen und propagieren, das die Dummheit im Land verringerte ........




2020-09-17

DER ANONYME SCHRECKEN HAT EINEN NAMEN

Würde er - US-Präsident Trump - nur eingehen. Nämlich in die Geschichte, dort, wo er hingehört. Doch er ist noch da und aktiv, auf seine Lesart, natürlich.
Was daran ist "natürlich", werden Sie fragen. Als junger, unerfahrener Mann verfluchte ich einst Nixon wegen seiner Vietnamkrieg-Vorgehensweise, Watergate wurde sein "Waterloo", es konnte endlich aufgeatmet werden, als er 1974 die Bühne Washington verließ. 

Ist er ein Wiedergänger!?
Wäre ich abergläubisch, man könnte es beinahe glauben. Welch ein Glück die Weltgeschichte doch hat, er ist es nicht!

***

Trump will mit allen Mitteln an der Macht bleiben, die (schlechten) Zeichen sind nicht zu übersehen.  Er verdreht seinen eigenen Leuten die Tatsachen, macht eine grausig-grossartige Show aus jeder seiner Handlungen und Nichthandlungen, seine Kopfnicker (Kopf-Nigger???) sehen zu und heischen ihm Beifall - durch monotones Kopfnicken. Welch ein Spaß, welch ein Vergnügen er doch verbreiten kann! Es sollte mir und Anderen nicht schlecht werden bei dem Anblick - Doch es wird mir übel, speiübel bei dem Gedanken, dass sie zukünftig noch mehr mit dem Kopf wackeln dürfen. 

***

Wie denken andere Menschen darüber, die die letzten fünfzig Jahre USA/Europa/Deutschland erleben durften, warum finde ich es so entsetzlich, in dieser Zeit, 2020, zu leben!?  Hat es nicht  schon schlimmere Katastrophen gegeben, die viel mehr Schaden angerichtet haben als die jetzigen? Man müßte maßlos übertreiben, wollte man Trumps vier Jahre an der jüngeren Geschichte messen. An Peinlichkeiten ist unsere Gegenwart nicht arm und kaum zu überbieten. 

Trump wird sich noch selbst übertreffen.