der titel dieses posts stammt von bertrand russell, eine beruehmte rede aus dem jahr 1927.... soweit die fremden federn, mit denen ich mich an dieser stelle schmuecken moechte.
zur sache: vor ueber zwanzig jahren bin ich aus der kirche - der evangelischen - ausgetreten, anfangs, um keine kirchensteuer zu zahlen, spaeter dann wuchs die abneigung gegenueber dieser institution von staats wegen, trotzdem war sie noch weit entfernt davon, die traditionellen christlichen goetter beleidigen zu wollen, & das bis zum heutigen tag.
wir koennen keine goetter beleidigen, weil es diese nicht gibt. jedenfalls nicht in der form, wie wir sie uns vorstellen. von vorstellungen, imaginationen, visionen & dgl. habe ich mich inzwischen verabschiedet. die religion ist opium fuer die menschen, jedenfalls die vom staat institutionalisierte & damit instrumentalisierte, fuer seine zwecke benutzende, wohlgemerkt. nur die irritationen, die sind geblieben.an was soll ich noch glauben, fragte ich mich nicht nur damals. die frage ist bis heute gueltig geblieben, nur meine glaubensgrundsaetze haben das weite gesucht. es gibt nix mehr zu glauben, der himmel ist leer, die wolke sieben ist aufgeloest im nichts, & die engelchen singen nicht weiter loblieder auf ihre schoepfer.
.... wenn es so einfach waere...!
frage ich mich lieber, an was glaube ich denn? es ist nicht viel, nebenbei bemerkt. an meinen untergang sowieso, weil mein leben unbedeutend ist, an eine zukunftslose zeit, die auf uns lauert, & deren gesicht & charakter wir nicht kennen, & wenn es einige leute geben sollte, die sie dennoch beschreiben, dann lasse ich sie, denn ich kann ihnen nicht in diese wirklichkeit folgen, in meinem kopf sind viel schrecklichere vorahnungen.
dieser tage las ich, was im jahre 2050 alles moeglich scheint: es gibt kaum noch automobile, weil es viel weniger menschen als heute gibt, die oeffentlichen verkehrsmittel ueberwiegen. als wenn damit alle probleme der menschheit geloest waeren, weniger autos ...... vor 200 jahren gab´s auch schon weniger bis gar keine autos. & was hat es uns gebracht?!
sind die menschen bis 2050 fast alle verhungert, oder welches ist die ursache dieses wundersamen rueckganges, haben die chinesen oder die inder oder saemtliche afrikaner ploetzlich die enthaltsamkeit gelernt? dann haben hoffentlich die europaeer & amerikaner eine lehre daraus gezogen & sich hoffentlich in einem gross angelegten kollektivmord aus der affaere gebeamt ......
wahrhaftig, hier spricht kein freund der menschheit, werden die leser denken.
bin ich aber.
ich sage nur, was ich als absurd angesehen habe, & dass diese absurditaeten irgendwann trotzdem wirklichkeit wurden. nichts scheint zur zeit unmoeglich zu sein, das hat uns schon die autoindustrie (sic!) lehren wollen.
vielleicht ein fazit: ich glaube an nichts, also kann mir auch nix passieren. ich glaube an nichts, also komme ich auch nicht in den himmel & in die hoelle. ich glaube an gar nichts, dann ist das nichts besser zu ertragen. & da liegt naemlich der hund begraben. wir koennen uns nicht ertragen, also erfanden wir goetter, die ueber uns bestimmen koennen, die sagen koennen, was gut & boese ist. aber hat das nicht schon unser vorfahr homo ergaster gewusst? ich glaube, die erfindung des paradieses ist nicht ganz so alt wie diese archaische menschenform. aber moegen sie beide in frieden ruhen.
die probleme werden nicht aufhoeren, so lange es uns gibt. wozu es wohl gut ist?
Phil Sutaio möchte Sie auf eine interessante Reise mitnehmen. In unregelmäßigen Abständen wird über Zustände & Umstände berichtet, zwar aus vollkommen individueller Sicht, wie es sich gehört, & manches Mal völlig verzweifelt & ungerecht, parteiisch &/oder freiheitssüchtig. Aber mit gewissenhafter & hartherziger Ehrlichkeit verknüpft, die über alle Zweifel erhaben sein will - sich dennoch nur in Spöttereien manifestiert. Auf gehts, zu den Sternen ......!
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