Messieurs-Dames, pardonnez-moi,
dass ich eins vermelde, encore une fois:
Demokratie und Freiheit sind in Gefahr,
die höchsten Güter des Menschheitsbilds
werden vergewaltigt von jenem Unheil,
das sich anhört, als sei es rechtens.
Der Mensch an sich lebt die bösen Mächte,
er fürchtet sie, dennoch lebt er böse Mächte.
Meine Dame, mein Herr,
an was denken Sie, wenn Sie Fesseln
und Gewehre vor den Köpfen Gefangener sehen?
Gefangen und bewacht, und verfallend in Agonie
Jener Augenblick, der zu keiner Zeit durchdacht war:
Sich zu ketten an belanglosen Besitz und billige Spiele,
worin Missfallen wurzelt, wie die Gier nach Macht.
Ein ganzes Volk, das sich dadurch zum Narren macht!?
Was zurzeit geschieht ist Seelenmord,
an jedem Tag an diesem Ort,
es fliegen weder Kugel noch Stein,
wie einst bei Abel und Kain –
es verfliegt sich allein der Unverstand.
Das muss die Lüge sein!
Das muss die Lüge sein.
Weit gefehlt, vorbei gezielt,
die Chance ganz und gar verspielt,
auf das echte einträchtige Leben zuzugehen.
Sage niemand, er habe das nicht kommen sehen.
Man beklagt sich, man protestiert dagegen,
weil Ungemach in jedem Scheusal oder Ehrenmann
schlummern mag – hat es sich rentiert?
Wofür hat man gewählt, für wen hat man votiert?
Meine Dame, mein Herr,
was sehen Sie, wenn Sie in
die sich nahende Zukunft schauen?
Ich sehe genug, sehe so viel,
dass ich nurmehr kotzen will, bis Geifer kommt –
dann nämlich hat es sich gelohnt,
dass nur noch Geifer kommt,
dann hat es sich für nichts gelohnt.
Was zurzeit geschieht ist Seelenmord,
an jedem Tag an diesem Ort,
es fliegt weder Kugel noch Stein,
wie einst bei den Brüdern Abel und Kain –
es verirrt sich allein der Unverstand.
Das muss die Lüge sein!
Das muss die Lüge sein.