die blies ist ein kleiner traeger fluss, nicht lang, eher zu kurz fuer dieses tal, aber manchmal laeuft sie ueber, wenn sie will & die umstaende es erlauben. auch ich bin ein kind dieses tals, also auch ein kind der blies, denn ich laufe auch manchmal ueber. dann habe ich schaum vor dem mund, meine mundwinkel zucken nervoes, & meine augen quellen aus ihren hoehlen.
die wut hat mich dann gepackt, die wut ueber eine fuer mich entsetzliche grossmannstat von lokalen politikern, die hier meinen, die fruehen fuersten wuerdevoll vertreten zu muessen. & weil ihnen aehnliche hirnverbrannte flausen einfallen.
aber es ist schon lange nix mehr derartiges geschehen, das heisst aber nicht, dass meine wut verraucht ist.
ich nenne sie die bliescastoleros, weil sie einen horizont haben wie ein amerikanischer revolverheld aus einem hollywoodfilm, schwarz-weiss, technicolored a la boheme, hier gut, da boese, hier wir oben, dort die da unten, wassonst wassonst wassonst? fehlt nur noch der weisse hut aufm kopp.
aber meine wut richtet sich groesstenteils auf die taten waehrend meiner arbeitszeit bei dieser stadt, sie sind allesamt vergangenheit, haben keinen wert mehr, so wie meine wut sinnlos ist & bleiben wird. niemand hat mich gewollt, ich bin zu gering dafuer gewesen, dort einen solch edlen job zu bekommen. traurig bin ich darueber nicht weiter, das ist vorbei, da ist was gestorben, was schon vorneherein zum siechtum bestimmt gewesen ist. die bliescastoleros haben mir gift in meinen kaffee - schwarz natuerlich - getan, & die farbe des kaffees spielte dabei ueberhaupt keine rolle. sie haben mir die milch, ihre milch der frommen denkungsart, vorenthalten.
weshalb ich dies alles von mir gebe? heute morgen, am ostersamstag, habe ich einen kleinen teil dieser bliescastoleros wieder in voller pracht & bluete erleben duerfen, zwar privat unterwegs, doch die arroganz spiegelte sich selbst noch auf ihren schuhsohlen. wenn man so klein vor ihnen steht, kann man naemlich gut diese schuhsohlen von unten betrachten.
Phil Sutaio möchte Sie auf eine interessante Reise mitnehmen. In unregelmäßigen Abständen wird über Zustände & Umstände berichtet, zwar aus vollkommen individueller Sicht, wie es sich gehört, & manches Mal völlig verzweifelt & ungerecht, parteiisch &/oder freiheitssüchtig. Aber mit gewissenhafter & hartherziger Ehrlichkeit verknüpft, die über alle Zweifel erhaben sein will - sich dennoch nur in Spöttereien manifestiert. Auf gehts, zu den Sternen ......!
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