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2024-11-11

Meine große Liebe

Sie verkörperte den Frühling, das Frühjahr,

sie kleidete sich in Hoffnung und Narzissen –

eine Bergquelle ihre Augen, Blitze darin.

Ich wollte sie auf der Stelle küssen,

aber sie wusste sich zu helfen,

entglitt wie fallender Regen meinem Denken.

 

Meine große Liebe, ich bekam sie doch,

ein halbes Jahr später, hatte meine Kamera dabei.

Schoss Fotos meines Zögerns, zeichnete meine Lust,

sang meine Blues, durchlebte und starb meine Kunst.

Sie kaute Coca, sang ein Lerchenlied und war frei.

Meine große Liebe – sie wollte nicht erobern.

 

Meine große Liebe. Meine große Liebe.

 

Geschmiedete Verse, Hexameter, Alexandriner,

ich lernte alles, was die Poesie technokratisch

wirken ließ, schrieb Verse auf meine Haut,

Mit Blut aus meinen Armen, Fingern und Zehen.

Wünschte mir die Sintflut an den Hals, hoffte,

diese Zeit würde nie mit dem Wind verwehen.

 

Meine große Liebe. Meine große Liebe.

 

Nun ist diese Zeit meiner großen Liebe

Doch verweht wie trockenes Gras in den Wintern

einer Erinnerung. Diese trocknet nicht aus,

sie schwindet nur sanft gemächlich in den Boden.

Mein Durst wurde nie gestillt, es hat mich

Alle Tage nach ihr verlangt, wie kam es ……?

 

Meine große Liebe. Meine große Liebe.

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