Gesetzt den Fall
Kleine Anfrage seitens meines von den Zeitläuften ausgefransten, wolfsschwänzigen Egos, das seine Art leider schon wieder bedroht sieht, an ein Stadtratsmitglied der Grünen im Rathaus Blieskastel ergab folgendes: sie haben (Stand: März 2024) (noch) leider keine Zeit gefunden, weil viele Beratungen, Sitzungen notwendig sind, die vorher, wegen ihrer großen Wichtigkeit, abgearbeitet gehören. Ante-portas-Faschismus ist gemeint, meine lieben Bliestaler, und die ungezählten Aufrufe zu Protestaktionen in ganz Deutschland gegen diese verpönten Unpaarhufer der Demokratie wurden somit mit einem Federwisch weggefegt (fragt sich nur, von welchem Vogel die Federn stammen).
Ein Plakat wurde, Wochen nach den gehäuften Protestaktionen gegen Rechts und Demonstrationen für die Werte der Demokratie in vielen deutschen Städten gegen den Rechtsextremismus, am Geländer zur Bliesbrücke in Blieskastel installiert, siehe Foto. Es gab keine Protestaktion gegen die Rechten, es gab keinen Zeitungsbericht über diese von den Stadtverwaltungen Gersheim und Blieskastel initiierte Aktion zu lesen.... das Plakat steht/hängt für sich.
Um was geht es?
Es geht um persönliche Stellungnahmen blieskasteler Politiker, Aufrufe, um die Vorbildfunktion einzelner oder mehrerer Persönlichkeiten, wenn sie denn mal das Maul - das ihrige - aufmachten.
Offenherzige Wunscherfüllung eines anonym alternden und tief enttäuschten Stadttieres, das kein Mensch kennt - und hiermit öffentlich seine persönlich geprägte Anklage stellt.
Wie gewohnt, wenn keiner zuhört, zusieht, zuspricht.
Nichts, außer dieser einmaligen Plakataktion, ist geschehen. Konrad Adenauer hat sich NICHT im Grab umgedreht.
Müsste erst der dünne Gaze-Streifen zwischen S-, G- und C-Parteien, diesem liederlich-verhuschten, von feindlich-säuberlich getrenntem Partei-Streben gestalteten, politischen Dasein gefristeten, Blieskasteler Dörfler-Leben geprägten Gedanken, mit Häme und Wut bombardiert und metaphorisch gedacht in Schutt und Asche gelegt werden, dass irgendwer irgendwann antworten und sich äußern wird?
Um eine -
irgendeine,
irgendeine aufrichtige und
ehrlich gemeinte Reaktion in Form einer, zweier oder tausender öffentlicher Stellungnahmen zu Demokratieverständnis, Toleranz und Menschlichkeit in Blieskasteler Ratsstuben sowie in verschiedenen Outdoor-Ranges der Stadt hervorzubringen!?
Die alten Majestätengeister in den Köpfen wichtiger Honoratioren sind bei weitem nicht ausgestorben - Demokratie ist (noch) nicht in diesen Köpfen angekommen.
Wenn ich das Plakat so für mich lese, verstehe ich, was gemeint ist: Es darf keine in der Stadt geben - nie wieder Vielfalt ist jetzt (nicht mit einem ultramodernen hashtag getarnt, das schlüge dem Fass die Zahnkrone aus!).
Stadträte wie Bgm´s haben Wichtiges vorher zu erledigen. Und Plakatekleben ist verpönt.
Was soll und muss sich in Europa ändern? Soll sich was ändern?! Hat man - NACHher - noch Gelegenheit, Wichtigem nachzugehen, oder läuft einem die Zeit davon?
Also mein Wolfs-Fazit lautet:
Wenn sich in Blieskastel nix ändert vergeht viel Zeit.
Jaja, wer ein dickes Fell hat braucht kein Rückgrat mehr (mit meiner Ausnahme!). Aber darum geht´s ja nicht.
.... und was hat dies mit der anstehenden Europa-Wahl am 9. Juni 2024 zu tun?
Fortsetzung folgt
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