Die Zeile aus J. J. Cale´s "Call Me The Breeze" ist mehr als prägnant für mich und die fortschreitenden Alterungsprozesse, denen ich derzeit ausgeliefert bin. Ich wandere zwar nicht durchs finstere und ausgetropfte Tränental des greisenhaften Mannes, den ich zu sein oder zu werden nie vorgegeben habe, die Wehwehchen sind unwiderruflich da und nicht wegzuignorieren.
Es ist aber auch bemerkenswert schön, auf der Straße und in den dürftigen Geschäften unserer Blies-Metropole ignoriert zu werden - nichts Neues, wurde bereits als ungewaschener Langhaariger in den Siebzigern übersehen. Damals hat es mich tierisch aufgeregt. Mittlerweile regt sich bloss die innere Uhr, sich auf die nächste Bank am großen Marktplatz zu setzen und die Sonnenstrahlen zu genießen. Es ist ein tolles Gefühl, für unsichtbar erklärt worden zu sein - von wem? Keine Ahnung, ich wars nicht.
Nur eines möchte ich noch loswerden, ehe ich zu sehr langweile: Die Jahre laufen für mein Empfinden gleichförmig ab - wenn man weg vom Fenster ist, als Rentner*in (wow, ich habe zum allerersten Mal gegendert!), ist die Gleichförmigkeit ein tägliches Ritual, das in keiner Zeitung eine Kolumne bekäme.
Na dann, meine Kolumnen erscheinen ja auch in keiner Zeitung .....
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