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2022-12-14

Morgenkühle, Abendkühle - ridikül

Der Ozean lacht - im Gelächter der Brandung stranden die Kirchenschiffe. 

Bei einem Todkranken mag der Atem stoßweise gehen - das Hohngelächter treibt auf dem  Fließband der Eingebung. Es handelt sich um die Eleganz der Arroganz. In der Wortwahl und Artikulation liegt der Hund begraben. Dafür muss man nicht krank sein.

Das sind keine Zitate aus dem Buch "Leitfaden für Zyniker" - sie stammen aus meinem eigenen Erfahrungsschatz. Na gut, bei dem Wort <Todkranker> habe ich ein wenig übertrieben.

Dieser einleitende Abschnitt hätte gut in eine Autobiografie gepasst. Dem ist aber nicht so. Wer interessiert sich schon für die schrottige Lebensgeschichte eines Typen, den man zeitlebens verächtlich angesehen und wegen seiner izu offensichtlichen Schwachheiten verspottet hat!? Aufregend unterhalb der Unterhaltung ist es allemal. Verhöhnen, verspotten, Demütigung - sie erlauben keine Verteidigung, geschweige denn einen Verteidiger vor dem Selbstgerechtigkeits-Gericht. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, wenn´s genehm ....

Und Demütigungen sind immer unangenehm.

Frauen und Kinder zuerst heißt es in der Seenotverordnung. Es gilt genauso gravierend zutreffend in der Gesellschaft. Für die Spötter wie für die Geschädigten. Ist es schön und befriedigend für Leib, Seele und Gemüt, verhöhnt und niedergemacht, zur Strafe gemaßregelt zu werden? Dies ist keine rhetorische Frage, sie verlangt, ja, schreit geradezu nach einer Antwort.

Sollte diese Frage neuen Spott heraufbeschwören, werde ich antworten: Gefangene werden nicht gemacht! Ich spotte zurück. Keine Gnade den Gnadenlosen! Ich kenne keine Abend- oder Morgenkühle, ich kenne nur noch Ridiküle!!!!

Meine Güte, mir kommt das Mittagessen von morgen und übermorgen hoch, wenn ich daran denke, wie mich Heimtücke, gepaart mit Hohn, treffen kann. So gesehen von der Kindheit an aufwärts, eine nette Begleiterin habe ich mir da angelacht! Ich kriege sie nicht los, auch durch diese ungehaltene Rede eines ungehaltenen Geschädigten nicht. 

Aber ich weiß einen Ausweg.

Ich handele wie dieser Inuit aus dem hohen arktischen Norden: ich setze mich auf den Boden, lasse meine Haare wirr ins Gesicht fallen und fange an zu lachen, zu lachen und zu lachen.

Das ist für alle, die´s betrifft, gut und wichtig. 

Lacht, soviel ihr nur könnt, lacht euch tot. Ich werde euch nicht betrauern.

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